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Legende: Audio Santiago Calatrava wehrt sich gegen die Ausbaupläne für den Bahnhof Stadelhofen abspielen. Laufzeit 01:42 Minuten.
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 13.02.2019.
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Ausbau Bahnhof Stadelhofen Die Angst des Stararchitekten vor der Zerstörung seines Werks

Santiago Calatrava wehrt sich gegen die Pläne der SBB für den Ausbau des Bahnhofs Stadelhofen. Derzeit noch ohne Erfolg.

Der Bahnhof Stadelhofen in seiner heutigen Form geht auf seine Idee zurück: Architekt Santiago Calatrava zeigte sich verantwortlich für den ersten Ausbau des architektonisch aussergewöhnlichen Zürcher Bahnhofs zwischen 1984 und 1990. Weil der Stadelhofen nun an seine Kapazitätsgrenzen stösst, plant die SBB einen weiteren Ausbau – auf eine Art und Weise, die dem Schöpfer des Bahnhofs missfällt.

Die Vorgaben der SBB für den Ausbau des Bahnhofs Stadelhofen hätten einen «unweigerlich entstellenden Charakter» und sie würden «unübertragbare und unverzichtbare Urheberpersönlichkeitsrechte» verletzen. Das heisst es in einer Beschwerde Calatravas zuhanden des Bundesverwaltungsgerichts. Er verlangte, dass die SBB den Projektwettbewerb für den Bahnhofsausbau aufheben solle. Das Gericht gewährte der Beschwerde in einem ersten Zwischenentscheid nun keine aufschiebende Wirkung. In der Sache selbst muss es noch entscheiden.

Wohin mit dem vierten Gleis?

Die Sorgen des Architekten gehen auf eine Studie zur Bahnhofserweiterung zurück, die er im Auftrag der SBB im Jahr 2016 erstellte. Weil die vorgelegte Studie und die aktuellen SBB-Vorgaben unterschiedlich sind, fürchtet Calatrava nun einen unfairen Wettbewerb und bei einer Vergabe des Projekts an sein Architekturbüro Klagen der Konkurrenz.

Das Bundesverwaltungsgericht sieht aber kein Problem darin, dass sich Calatrava bereits vorgängig mit dem Stadelhofen-Ausbau befassen konnte. Die vorgelegte Studie und die SBB-Vorgaben seien sehr unterschiedlich. So sieht die SBB beispielsweise vor, dass das vierte Gleis in den Berg hineinversetzt gebaut werden soll. Calatrava hatte dieses Gleis direkt hinter dem bestehenden Gleis 3 auf dem Niveau der unterirdischen Ladenpassage geplant.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von W. Pip  (W. Pip)
    Calatrava sollte sich besser kritisch selbst hinterfragen. Was hat er erwartet? Er baute einen Bahnhof, einen Infrastrukturteil, der natürlicherweise einem funktionalen Lebenszyklus unterworfen ist. Mit seine jusristischen Intervention hat er sich -zumindest bei mir, und ich fand seine Werke immer toll- selbst disqualifiziert.
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  • Kommentar von Robert Frei  (RFrei)
    Was sind wir doch für Bünzli in der Schweiz. Schon recht, dass der Bahnhof die Bedürfnisse des Verkehrs erfüllen soll. Aber wir sollten froh sein, wenn da ein Architekt ist, der städtebauliche Akzente setzt. Der jetzige Bahnhof mit dem modernen Hinterbau und dem alten Gebäude davor, und dem schönen offen Platz davor ist ein richtiger Hingucker, der international Beachtung findet.
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  • Kommentar von Sean Beckz  (Sean Beckz)
    Es geht hier nicht um die persönlichen Befinden eines Architekten, der sicher gut bezahlte wurde, sondern um die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs.
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