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Ausbau des Bahnhofs Stadelhofen ohne Calatrava
Aus Schweiz aktuell vom 19.11.2019.
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Ausbau Bahnhof Stadelhofen Stararchitekt Calatrava geht leer aus

  • Um die steigenden Passagierzahlen bewältigen zu können, plant die SBB ein viertes Gleis am Bahnhof Stadelhofen.
  • Den anonymen Wettbewerb gewonnen hat das Zürcher Planerteam ARGE Giuliani Hönger Architekten AG / Caretta.
  • Noch offen ist, ob Santiago Calatrava das Siegerprojekt juristisch bekämpft. Er hat den bestehenden Bahnhof entworfen und am Wettbewerb teilgenommen.

83'000 Passagiere steigen am Bahnhof Stadelhofen, dem drittgrössten Bahnhof im Kanton Zürich, jeden Tag ein und aus. Bereits bei seiner Eröffnung 1990 war klar, dass der Bahnhof mit drei Gleisen zu klein ist. Aus politischen Gründen wurde auf ein viertes Gleis jedoch verzichtet, um 50 Millionen Franken einzusparen. Jahrelang kämpfte der Kanton Zürich beim Bund, damit er doch Gelder für den Ausbau auf ein viertes Gleis erhält. 2035 soll es nun soweit sein. Heute hat die SBB das Siegerprojekt bekanntgegeben.

Visualisierung des sanierten Hauptgebäudes am Bahnhof Stadelhofen
Legende: Im neuen Bahnhof Stadelhofen wird der Eingang des Bahnhofsgebäudes wieder zum Hauptzugang des Bahnhofs. zvg

Gewonnen hat das Planerteam Giuliani Hönger Architekten / Caretta. Ihr Projekt, welches den Namen «Elysion» trägt, überzeuge durch seine stimmige Verbindung von Erweiterung und bestehenden Strukturen, teilte die SBB mit. Sie betonte, dass der Entscheid der Jury einstimmig und der Wettbewerb anonym durchgeführt wurde.

Planer des Bahnhofs Stadelhofens geht leer aus

Das ist darum bemerkenswert, weil Santiago Calatrava beim Wettbewerb mitgemacht hat. Er hatte 2016 im Auftrag der SBB bereits eine Studie für die potenzielle Erweiterung des Bahnhofs erstellt. Calatrava hatte diesen Frühling vergeblich versucht, auf juristischem Weg den Planungsauftrag zu erhalten, ohne Wettbewerb. Mit dem Baustart rechnet die SBB frühestens ab 2026 – fall es keine aufschiebenden Einsprachen gibt. Das Büro von Santiago Calatrava wollte heute den Entscheid der SBB nicht kommentieren und die Frage beantworten, ob sie ihn vor Gericht bekämpft.

Frühestens 2035 wird ein erster Zug vom neuen Gleis fahren. Die Gesamtkosten betragen 900 Millionen Franken. Die Kosten werden fast ausschliesslich vom Bund übernommen.

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Beat R. von Wartburg  (Beat R. von Wartburg)
    Und wieder wird ein "Experte" aus dem Ausland bemüht um uns am Fernsehen die Architektur zu erklären. Wenige hundert Meter vom Stadelhofen entfernt findet an der ETH die grösste Zahl von einheimischen Architekturexperten. Und die könnten Deutsch ohne dauernd öde Sprachhülsen zu verwenden ...
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  • Kommentar von Fabrizio Gamp  (Fgamp)
    Um die Angebote von Calatrava versus ARGE Giuliani Hönger vergleichen zu können, was kosten denn deren Vorschläge? Oder waren die 900 Mio. via Bund eh vorgegeben?
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  • Kommentar von Andreas Diethelm  (Okapi)
    Der städtebauliche Skandal liegt nebenan, das Baugespann zeigt ihn derzeit: Das nach Abbruch des Gebäudes mit dem Café Mandarin von Calatrava auf den Kopf gestellte „Bügeleisen“ für die AXA, wird die Sicht auf das Stadelhofer Prunkstück, die Villa Hohenbühl samt Park, gänzlich versperren. Andernorts könnte das Projekt brillieren, neben dem Bhf Stadelhofen ist es ein Monster dem Stimmbürger mit einem 10-Mio-Velokeller versüsst. Stadtbild als Kuriositätenkabinett, als Kollektion von Sights.
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    1. Antwort von Hans Klein  (HansKlein)
      Sorgen Sie sich nicht: Der Stahlbeton wird in 130-150 so innerlich verrottet sein, dass das Ganze wieder komplett abgerissen werden muss. Dann wird die schöne Villa immer noch dort stehen, weil sie wirklich nachhaltig gebaut wurde.
      Wer heute noch mit Stahlbeton bauen will (CO2-Ausstoss, Nicht-Nachhaltigkeit, Sandmangel…), der sollte eigentlich direkt von solchen Projekten ausgeschlossen werden.
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