Austritt aus der SKOS ist kein Thema

Die 22 Sozialvorsteher des Bezirks Bülach haben sich überraschend deutlich für einen Verbleib in der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) ausgesprochen. Im Vorfeld haben sie noch mit einer Kündigung gedroht.

Linda Camenisch, Vizepräsidentin der Sozialkonferenz des Bezirks Bülach Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Linda Camenisch, Vizepräsidentin der Sozialkonferenz des Bezirks Bülach, zählt zu den schärfsten Kritikerinnen der SKOS Keystone

Die Sonntagspresse titelte «22 Gmeinden drohen mit Austritt» und die Vizepräsidentin der Sozialkonferenz des Bezirks Bülach (SIBB), Linda Camenisch wurde zitiert: «Es wäre ein deutliches Signal an die Skos und den Regierungsrat, wenn alle 22 Gemeinden aussteigen würden».

Nun, am Donnerstagabend kam es anders: Die 22 Sozialvorsteher des Bezirks Bülach haben sich für einen Verbleib in der SKOS ausgesprochen. Und zwar deutlich. Die Begründung: Die von der SIBB vor mehr als einem Jahr an die SKOS adressierten Forderungen für Anpassungen der Richtlinien seien mehrheitlich in der laufenden Vernehmlassung berücksichtigt worden. Deshalb wolle man sich weiterhin daran beteiligen.

Den Entscheid der SKOS, dass in Zukunft die Sozialdirektorenkonferenz die Richtlinien erlassen soll, erachten die Sozialvorsteher des Bezirks Bülach nach wie vor als nicht annehmbar. Damit solle die politische Legitimation der Richtlinien gestärkt werden. Die SIBB bezeichnet dies als «Winkelzug der SKOS», mit dem im Kanton Zürich «alle staatspolitischen Mitsprachehebel ausgeschaltet» würden.