Babyboom bei den Riesenschildkröten

Im Zoo Zürich sind dieses Jahr 16 junge Galapagos-Riesenschildkröten geschlüpft. Ein grosser Erfolg für den Zoo Zürich, der als einziger Tierpark in Europa solche Schildkröten aufzieht. Der Schlüssel zum Erfolg: Ein Schildkrötenpaar, das sich heiss und innig liebt.

Seit 1995 sind im Zoo Zürich bereits 81 kleine Galapagos-Riesenschildkröten geschlüpft. Nicht jedes Jahr ist der Zuchterfolg gleich. Man wisse nie, wie viele Schildkröten tatsächlich aus den Eiern schlüpften, erzählt Samuel Furrer, Kurator im Zoo Zürich. 16 Schildkrötenbabys aus 24 Eiern sei jedoch aussergewöhnlich.

Worauf der aussergewöhnliche Zuchterfolg beruht, kann man im Zoo Zürich nicht sagen. Andere Zoos haben die Haltung derjenigen des Zoos Zürich angepasst, haben aber keinen Erfolg. Ein Schlüssel für das Gelingen liege aber sicher beim Schildkröten-Paar Jumbo und Nigrita. Die beiden sind im besten Schildkrötenalter; Nigrita ist um die 80 Jahre, mit dem ca. 50-jährigen Jumbo hat sie einen verhältnismässig jungen Lover.

«  Wir haben da zwei, die immer schon gut miteinander ausgekommen sind und sich mögen. »

Samuel Furrer
Kurator im Zoo Zürich

Galapagos Riesenschildkröten sind wählerisch bei der Partnerwahl. Trauriges Beispiel ist in dieser Hinsicht «Lonesome George», das letzte Schildkrötenmännchen einer speziellen Riesenschildkrötenart. Jahrzehntelang versuchten Forscher, ihn zu verpaaren. Es gelang nicht. Mit ihm starb seine Spezies aus.