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Bankenplatz Zürich im Wandel Die Versicherungen retten die kriselnden Banken

Erstmals lässt die Zürcher Versicherungsbranche die Finanzinstitute hinter sich. Zur Freude der Stadtpräsidentin.

Legende: Audio Weshalb diese Entwicklung gut ist für die Stadt Zürich abspielen. Laufzeit 02:14 Minuten.
02:14 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 18.01.2019.

Die Bankenkrise im Jahr 2008 hat den Zürcher Finanzplatz umgepflügt. Während die Geldinstitute in den vergangenen zehn Jahren rund 2300 Stellen abgebaut haben, haben die Versicherungen kräftig zugelegt. Sie schufen 4300 neue Arbeitsplätze.

Über alles gesehen zieht die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP) deshalb eine positive Bilanz: «Der Finanzplatz hat die grosse Herausforderung gemeistert.» Heute würden mehr Leute in diesen Branchen arbeiten also vor der Krise.

Jeder zehnte Arbeitsplatz ist in der Finanzbranche

Konkret ist jeder zehnte Arbeitsplatz in der Region Zürich in dieser Branche angesiedelt. In der Stadt Zürich liegt diese Quote sogar noch höher, da ist es jeder sechste. Das zeigt eine neue Studie, die Stadt und Kanton Zürich in Auftrag gegeben hatten.

Was zählt zum Finanzsektor?

Neben Banken und Versicherungen werden auch andere Finanzdienstleister wie etwa Fintech-Startups in dieser Kategorie angesiedelt.

Und diese Studie zeigt: Die Versicherungen haben die Banken überholt in Sachen Wertschöpfung. Vor zehn Jahren hatten die Banken noch klar die Nase vorn. Sie waren 2008 für 57 Prozent der Wertschöpfung des Finanzsektors verantwortlich.

Wir sind dadurch nicht mehr so abhängig von den Banken.
Autor: Corine MauchStadtpräsidentin

Im Jahr 2016 lösten die Versicherungen die Banken dann ab. Sie erwirtschafteten 47 Prozent der Wertschöpfung, die Banken 44 Prozent.

Für die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) eine gute Entwicklung: «Die Abhängigkeit der Stadt Zürich vom Finanzplatz ist dadurch nicht mehr derart einseitig, wie es beim Ausbruch der Bankenkrise 2008 noch der Fall war.»

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