Banküberfälle in Zürich: «Wir sind machtlos»

Am Montagmorgen wurde in Zürich-Altstetten eine Migros-Bank ausgeraubt. Die Polizei und die Banken sind besorgt, denn der Überfall ist nur einer von vielen am hellichten Tag. Die Banken stossen bei den Sicherheitsmassnahmen an ihre Grenzen.

In den letzten Monaten wurden in der Stadt Zürich zwei Bijouterien an der Bahnhofstrasse ausgeraubt, die Post an der Rämistrasse wurde überfallen und die ZKB-Filiale an der Langstrasse wurde gleich zweimal ausgeraubt. Und nun der Raubüberfall auf die Migros-Filiale in Zürich-Altstetten.

«Wir haben mit Besorgnis festgestellt, dass in letzter Zeit vermehrt solche Überfälle stattfinden», sagt Marco Cortesi, Sprecher der Zürcher Stadtpolizei, gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Und auch Hans-Peter Portmann, Vize-Präsident des Zürcher Bankenverbandes bestätigt: «Diese Entwicklung macht uns Sorgen, zumal wir bei kleineren Geschäftsstellen schlicht nicht alle Sicherheitsmassnahmen einbauen können.»

Kundenkontakt vs. Sicherheit

Zudem habe sich gezeigt, dass auch Panzerglas und Sicherheitskameras Überfälle nicht verhindern könnten.

«  Manchmal ist es schlauer, das Geld auszuhändigen, sonst besteht das Risiko, dass Geiseln genommen werden. »

Hans-Peter Portmann
Vize-Präsident des Zürcher Bankenverbandes

Portmann zieht deshalb ein ernüchterndes Fazit: «Wir sind bis zu einem gewissen Grad machtlos, wenn wir den Kundenkontakt beibehalten wollen.» Die Banken müssen sich also entscheiden zwischen Sicherheit und Kundenkontakt. Gut möglich, dass bei der einen oder anderen kleineren Filiale die Sicherheit Vorrang erhält und die Filiale geschlossen wird.