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Bedingungsloses Grundeinkommen Über die Hälfte der Bevölkerung in Rheinau wagt das Experiment

Die Gemeinde Rheinau will im nächsten Jahr das bedingungslose Grundeinkommen testen. Was noch fehlt, ist das Geld.

Der Ortskern von Rheinau mit seinen alten Riegelbauten.
Legende: 2500 Franken monatlich: Gegen 700 Personen wollen am Experiment in Rheinau teilnehmen. Keystone

Ein wichtiges Etappenziel ist erreicht: Über die Hälfte der 1300-Seelen-Gemeinde Rheinau will die Auswirkungen eines bedingungslosen Grundeinkommens am eigenen Leib erfahren. Diejenigen, die sich am Projekt beteiligen, sollen jeden Monat 2500 Franken erhalten – ohne dass sie dafür etwas tun müssen. Wer mehr verdient, muss das Geld allerdings zurückzahlen. Rund 700 Einwohnerinnen und Einwohner von Rheinau beteiligen sich also am Projekt. Im Interview mit dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» zeigt sich Gemeindepräsident Andreas Jenni (SP) erfreut über den grossen Zuspruch.

SRF: Überraschen Sie die zahlreichen Rückmeldungen, Herr Jenni?

Andreas Jenni: Ich habe es mir natürlich erhofft. Wir haben nach der Ankündigung des Projekts und nach der Informationsveranstaltung zahlreiche positive Reaktionen erhalten. Deshalb überraschen mich die zahlreichen Rückmeldungen nicht.

Wie geht das Projekt nun weiter?

Personen, die am Projekt teilnehmen wollen, konnten sich über das Internet bei uns melden. Wir müssen diese Anmeldungen nun prüfen. Vielleicht hat ja irgendjemand auch einen «Dagobert Duck» angemeldet. Alle Personen, die unseres Erachtens nach nicht teilnahmeberechtigt sind, werden wir streichen. Das können Personen sein, die gar nicht in der Gemeinde wohnen.

Das Projekt muss noch finanziert werden. Es braucht dafür rund zwei bis drei Millionen Franken. Haben Sie diesbezüglich schon Zusicherungen?

Der Verein, der dieses Experiment mit der Unterstützung der Gemeinde durchführt, will noch diesen Monat anfangen, Geld mittels Crowdfunding zu sammeln. Ich bin überzeugt, dass dieses Geld zusammenkommt. Uns ist wichtig, dass dieses Crowdfunding breit abgestützt ist und nicht von einem oder zwei grossen Geldgebern finanziert wird. Ansonsten entstehen rasch Abhängigkeiten und das wollen wir verhindern.

Das ganze Interview finden Sie als Audiofile im Artikel. Das Gespräch führte Hans-Peter Künzi.

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