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Legende: Audio Viele Menschen im Kanton Zürich sind nicht genügend vor Lärm geschützt. abspielen. Laufzeit 03:34 Minuten.
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 09.04.2019.
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Belastung für Anwohner Zürich hinkt beim Lärmschutz hinterher

Millionen Franken hat der Kanton investiert, um betroffene Anwohner zu schützen. Lärmgegner kritisieren die Massnahmen.

Vielerorts ärgern sich Anwohner über den Strassenlärm, dem sie ausgesetzt sind. Tagsüber leidet jede siebte Person an ihrem Wohnort unter Verkehrslärm, zeigen die Zahlen des Bundesamtes für Umwelt. Nachts ist es jede achte Person.

Teurer, aber wirkungsloser Schutz

Besonders der Kanton Zürich schütze betroffene Anwohnerinnen und Anwohner zu wenig, kritisiert die Lärmliga Schweiz. Fast 300 Millionen Franken hat der Kanton in Lärmschutzmassnahmen investiert. Doch 95 Prozent der Zürcherinnen und Zürcher, die an einer bereits sanierten Strasse leben, werden nicht oder zu wenig vor Lärm geschützt.

Zu wenig lärmarme Strassenbeläge

Zum Vergleich: Genf hat zwar nur halb so viel Geld in Sanierungsmassnahmen investiert wie Zürich. Doch schützt der Kanton damit rund die Hälfte der betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner.

In Genf werden seit 15 Jahren lärmarme Strassenbeläge eingebaut.
Autor: Peter EttlerPräsident der Lärmliga Schweiz

Die Lärmgegner kritisieren, der Kanton Zürich investiere zu viel Geld in Lärmschutzwände. Doch diese nützten nur wenig. Strassenbeläge wiederum, die den Lärm tatsächlich reduzieren, seien im Kanton Zürich rar – im Gegensatz zum Kanton Genf: «Dort werden seit 15 Jahren lärmarme Strassenbeläge eingebaut», erklärt der Präsident der Lärmliga Schweiz, Peter Ettler.

Lärmschutzwand
Legende: Lärmschutzwände bringen nur wenig Nutzen, so die Lärmliga Schweiz. Keystone

Kein effizienter Schutz

Die kantonale Baudirektion kontert: Der Kanton Zürich habe die höchste Verkehrsbelastung der Schweiz, so Sprecher Thomas Maag: «Die lärmarmen Beläge halten nur halb so lange wie herkömmliche Beläge und führen zu mehr Baustellen.» Auch mit «Tempo 30»-Zonen sei man zurückhaltend, denn die Kantonsstrassen müssten möglichst leistungsfähig sein.

Unsere Kantonsstrassen müssen leistungsfähig bleiben, weshalb wir zurückhaltend sind mit Temporeduktionen.
Autor: Thomas MaagSprecher der Baudirektion

Dies kritisiert die Lärmliga, wären Temporeduktionen doch effizient und kostengünstig. Drei Jahre hat der Kanton Zürich noch Zeit, den Strassenlärm zu senken. Dann soll dieser unter dem Grenzwert der Lärmschutzverordnung des Bundes liegen.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Das Ziel ist einfach. Der Weg dorthin? Es braucht Carfreedom. Es gibt wohl kein Ort, keine Stadt, die sich in diese Richtung bewegt hat, wo Menschen, Natur, Handel, kleinbetriebliche Vielfalt und das soziale Leben erlöst aufgeatmet haben und so richtig aufgeblüht sind: Fussverkehr, ÖV, gratis, Veloverkehr. Motorisierter Verkehr für Warenlieferung und Menschen mit Behinderung, Parkplatzereduktion, Rückgewinnung von Lebens-und Grünflachen. Das liefe unter gutes Leben möglich machen.
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