Bevölkerung von Uster will schwimmen: Ja zum Hallenbad-Kredit

Die Stadt Uster muss ihr Hallenbad sanieren. Weil auch die Bevölkerung stark gewachsen ist, soll die Wasserfläche gleichzeitig vergrössert werden. Die geplante Erweiterung des Hallenbads Buchholz hat deshalb ihren Preis - nun entschied sich die Stimmbevölkerung für eine teurere Variante.

Es ist das teuerste Projekt, das Uster je hatte: Die Sanierung und Erweiterung des Hallenbad Buchholz. Zur Abstimmung standen zwei Möglichkeiten, den Bau zu realisieren. Mit einem Kredit von 30,6 Millionen soll das Hallenbad um einen Minergiestandard erweitert und saniert werden. Die zweite Variante sieht einen Minergie-Plus-Standard vor, der jedoch den Kredit um 315‘000 Franken erhöht.

Nun stimmte die Mehrheit der Uster Bevölkerung für die Minergie-Plus-Variante, also die zweite, etwas teurere Variante. Mit der Annahme erhält das Hallenbad nun ein zusätzliches 50-Meter-Becken, einen Wellnessbereich, ein Kinderplanschbecken sowie weitere Nebenräume.

Kritiker: Für andere Projekte könnte das Geld fehlen

Im Vorfeld der Abstimmung waren die meisten Parteien von Uster mit beiden Varianten einverstanden, nur die SVP bevorzugte die erste, günstigere Variante. Kritiker bemängelten dass das Projekt sehr teuer sei – und dass in absehbarer Zeit weitere Projekte anstünden, etwa das Schulhaus Krämeracker sowie die Unterführung Winterthurerstrasse.

Nach dem Ja der Bevölkerung von Uster wird jetzt das Hallenbad Buchholz saniert und erweitert, wobei das Hallenbad eineinhalb Jahre lang geschlossen bleibt. Im Frühling 2015 ist der geplante Baubeginn, die Eröffnung soll im Herbst 2016 stattfinden.