Biker mit legalem Trail vom illegalen Pfad weglocken

Die Stadt Zürich hat ein Problem mit Mountainbikern, die sich im Wald auf illegalen Trails vergnügen. Im Adlisberg-Wald führt ein solcher Trail durch ein Wild-Rückzugs-Gebiet. Eine neue Strecke soll das Problem jetzt entschärfen.

Regina Wollenmann am neuen Bike-Trail im Adlisberg-Wald. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Regina Wollenmann von Grünstadt Zürich am neuen Bike-Trail im Adlisberg-Wald. SRF

Sie ist zwei Kilometer lang, die verbotene Bike-Strecke durch den Adlisbergwald in der Nähe des Restaurants «Degenried». Sie führt mitten durch ein Gebiet, wo Wildtiere, Amphibien und Reptilien leben und seltene Pflanzen zu finden sind. Überdies geht der Trail auch noch mitten durch den Platz eines Waldkindergartens und eine Ausgrabungstätte für Archäologen.

Für Einsteiger geeignet

So geht es nicht, findet man bei Grünstadt Zürich. Andererseits könne man die Biker auch nicht einfach ganz aus dem Wald verbannen, sagt Regina Wollenmann gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Ähnlich wie am Uetliberg, wo es bereits zwei legale Bike-Trails gibt, eröffnet die Stadt morgen Freitag nun im Adlisbergwald einen dritten solchen Pfad. Sie hofft, die Biker damit vom verbotenen Weg wegzulocken. Der neue Trail ist rund drei Kilometer lang und hat nur ein relativ geringes Gefälle: «Die Strecke eignet sich gut für Einsteiger», sagt Regina Wollenmann.

Biker-Präsident will mehr

Der Biker-Verein «Züritrails», der sich für solche legalen Downhillstrecken einsetzt, freut sich über das erweiterte Angebot. Das reiche aber noch nicht, sagt Präsident Frank Wadenpohl. Der Verein plant deshalb eine Verlängerung eines Uetliberg-Trails bis zur Allmend hinunter und denkt an ein weiteres Angebot im Zürichberg-Wald. «Schliesslich ist der Bikesport jener Sport, der am meisten boomt in der Schweiz», so Wadenpohl.