Bilanz-Städteranking: Winterthur zum ersten Mal auf dem Podest

Dank dem Bildungsangebot und der vielfältigen Kulturszene rückt Winterthur in der Rangliste der Zeitschrift «Bilanz» vom 5. auf den 3. Platz vor. Zürich holt in dieser Bewertung einmal mehr Gold, Schaffhausen verbessert sich vom 58. auf den 54. Rang.

Das Rundgebäude, in dem die Schule untergebracht ist. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Winterthur punktet im Städteranking mit Bildung und Kultur (im Bild die School of Management der ZHAW). Keystone

In der diesjährigen Rangliste hat Winterthur die Städte Bern und Luzern überholt und gewinnt die Bronzemedallie. Nur Zürich und Zug weisen nach dieser Rangliste eine höhere Lebensqualität auf. Nach den Negativschlagzeilen tue dieses Resultat gut, sagt Stadtpräsident Michael Künzle: «Auch die Tatsache, dass Winterthur sich mitten unter Kantonshauptorten und Städten am See einreiht.»

Bildung: Winterthur hat die Nase vorn

In der Rangliste der Bildungsstandorte liegt Winterthur sogar auf Platz 1, noch vor Basel und Zürich. Ein wesentlicher Pfeiler dabei sei die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW), schreibt die Stadt in ihrer Mitteilung. Winterthur beherbergt aber auch andere wichtige Bildungsinstitutionen wie das Zentrum für Ausbildung im Gesundheitswesen und die Schweizerische Technische Fachschule. Als weiteren Faktor für das gute Abschneiden von Winterthur gibt die Bilanz die vielfältige Kulturszene an.

Winterthur sei aus Zürichs Schatten herausgetreten, fasst die «Bilanz» das Abschneiden der ehemaligen Industriestadt zusammen. Für das Ranking liess das Wirtschaftsblatt 162 Städte vom Beratungsbüro «Wüest & Partner» untersuchen und nach elf Indikatoren bewerten. Nur knapp die Top Ten verpasst hat Uster auf dem 11. Rang. Unter den Top 20 reihen sich mit Wallisellen (13/+1) Horgen (15/+9) Kloten (16/-4), Bülach (18/+10) und Dietikon (20/+2) weitere fünf Zürcher Städte und Gemeinden ein. Schaffhausen schafft es in dieser Rangliste nur auf den 54. Rang. Die Stadt am Rhein konnte sich aber immerhin um vier Plätze verbessern.