«Brutale Fouls gehören vor den Strafrichter»

FCZ-Spieler Gilles Yapi hat sich beim schweren Foul vom Wochenende unter anderem einen Kreuz- und Innenbandriss zugezogen. Der FC Zürich will Strafanzeige einreichen - und hat vor Gericht durchaus Chancen, findet Sportjurist Marco Del Fabro.

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Das Foul von Sandro Wieser an Gilles Yapi

0:31 min, vom 9.11.2014

Für FCZ-Präsident Ancillo Canepa ist klar: Er will Sandro Wieser vom FC Aarau vor den Richter bringen. Wieser hatte am Sonntag Gilles Yapi vom FC Zürich ins Knie getreten und ihn dabei schwer verletzt. Yapi dürfte so schnell nicht mehr auf dem Feld stehen.

Zivilklagen wegen Fouls seien in der Sportwelt selten, erklärt Sportjurist Marco Del Fabro: «Im Normalfall wird sowas richtigerweise von der Verbandsjustiz gehandhabt. Sehr brutale Fälle sind allerdings ganz klar eine Sache für den Strafrichter.»

Geldstrafe für fehlbaren Spieler

Frühere Klagen wegen brutaler Fouls endeten in der Schweiz jeweils mit einer Verurteilung des fehlbaren Spielers. Marco Del Fabro möchte den aktuellen Fall nicht abschliessend beurteilen, sagt aber: «Wenn die Regeln grob verletzt wurden, hat eine solche Klage vor Gericht durchaus Chancen.» Sandro Wieser würde dann eine Geldstrafe drohen.