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Eine Schneeräummaschine.
Legende: Noch ist die Lieferung von Schneeräummaschinen nach Russland kein Problem für Bucher. zvg
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Zürich Schaffhausen Bucher-Chef: «Ja, ich habe moralische Bedenken»

Der Industriekonzern Bucher liefert für 53 Millionen Franken Strassenputzmaschinen nach Russland. Ein Grossauftrag für Bucher. Angesichts der angespannten Lage wegen der Krim-Krise spricht Bucher CEO-Philip Mosimann allerdings von moralischen Bedenken. Der Auftrag gehe aber vor.

609 Wischfahrzeuge, 275 Schneepflüge und 163 Streuer für den Winterdienst liefert der Niederweninger Industriekonzern Bucher in den nächsten Jahren nach Moskau. Der Wert des Auftrags beläuft sich auf 53 Millionen Franken, wie Bucher am Donnerstag mitteilte.

Bucher Konzernchef Philip Mosimann spricht von einem «Grossauftrag». Russland sei ein Wachstumsmarkt, weil die Fahrzeuge vor Ort veraltet seien. Der Auftrag kommt allerdings in einer sehr angespannten Situation. Wegen der Krim-Krise haben die EU und die USA Sanktionen gegen Russland ergriffen. Die Schweiz vermeidet zwar zur Zeit noch offizielle Sanktionen, ob diese so bleibt ist allerdings unsicher.

Für Bucher eine unangenehme Situation. «Ich habe moralische Bedenken und ich ärgere mich über das Vorgehen von Russland», sagt Mosimann gegenüber Radio SRF. Aber er relativiert: «Wir sind nicht die Weltrichter.» Mosimann betont: «Wir halten uns an die Gesetze.» Falls also Sanktionen die Auslieferung von Strassenunterhaltsfahrzeugen verbieten würden, würde Bucher den Auftrag stoppen. «Und persönlich wünschte ich mir, dass sich alle Staaten an die Gesetze halten, die sie sich selber gegeben haben», sagt Mosimann.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von M. Steiner , ZH
    Also lassen wir die Kirche mal im Dorf, ja? Man braucht nicht Bedenken heucheln, weil man mit Russland einen Deal für STRASSENREINIGUNGS-FAHRZEUGE (!) hat, während Ruag und Konsorten kalt lächelnd nach Saudi-Arabien etc. exportieren. Die Bevölkerung dort hat Anrecht darauf, nicht im Dreck zu leben, auch wenn wir deren Regierung derzeit nicht lieben. Hört also auf mit dem Quatsch!
  • Kommentar von O. Toneatti , Bern
    Wenn unser bürgerliches Schönwetterparlament in Bern Waffenlieferungen an kriegführende Staaten bewilligt, ist das 1000 mal bedenklicher als ein paar Strassenputzmaschinen in dieses Land zu exportieren. Mit den erwähnten Maschinen werden keine unschuldigen Menschen getötet oder verstümmelt wie mit den Schweizer Waffen.
  • Kommentar von B. Küng , Biel
    Das Motto "das Fressen kommt vor der Moral" ist auch bei diesem Herrn grösser als das schlechte Gewissen.
    1. Antwort von Hans Haller , Kölliken
      Also Strassenputzmaschinen nicht liefern um damit zu protestieren ? - Wirkt doch nur noch lächerlich und infantil.
    2. Antwort von B. Küng , Biel
      Haller, es geht hier nicht um das Produkt, sondern es muss Putin klar gemacht werden, dass sein Gebaren inakzeptabel ist.