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Winterthurs finanzielle Zukunft ist nicht so idyllisch wie seine Altstadt
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Budget Winterthur Schwarze Zahlen, hohe Schulden

Für 2020 budgetiert Winterthur ein Plus. In den nächsten Jahren wird sich die Stadt aber immer höher verschulden.

Die Stadt Winterthur rechnet für das kommende Jahr mit schwarzen Zahlen: Beim Budget 2020 geht der Stadtrat von einem Plus von 3,7 Millionen Franken aus. Gegenüber der Prognose vom vergangenen Jahr verbessert sich das Ergebnis damit um 14,2 Millionen Franken.

Buchhalterische Entlastung

Dies liegt vor allem am Entscheid des Zürcher Kantonsrats, den Finanzausgleich zwischen den Gemeinden anders zu verbuchen. Eine neue Regelung für den Finanzausgleich hatte in den vergangenen Jahren zu starken finanziellen Verzerrungen in den Rechnungen und Budgets der Gemeinden geführt. Dies fiel besonders bei Winterthur stark ins Gewicht.

Die buchhalterische Entlastung sei aber nicht der einzige Grund für die schwarzen Zahlen, meinte Finanzvorsteherin Yvonne Beutler an der Medienkonferenz. Auch die vielen Sanierungsmassnahmen, die grosse Budgetdisziplin und die guten Steuererträge hätten zum positiven Resultat beigetragen.

Kosten steigen weiter an

Allen schwarzen Zahlen zum Trotz steigen die Ausgaben der Stadt Winterthur jedoch weiterhin rasant an. Bildung, Soziallasten und Pflegefinanzierung belasten die Winterthurer Stadtkasse stark. Bis 2023 rechnet die Stadt mit Verlusten von mehr als 54 Millionen Franken. Die Nettoschuld der Stadt wird sich in derselben Zeit auf rund 1,5 Milliarden Franken erhöhen.

Bereits heute liegt die Verschuldung bei rund 10'000 Franken pro Einwohnerin und Einwohner. Das macht Yvonne Beutler Sorgen. Besonders die hohen Bildungskosten seien ein Problem: Sie seien übergeordneter Gesetzgebung zuzuschreiben, deshalb seien Korrekturen kaum machbar. Einzig bei der ausserschulischen Betreuung sieht Beutler Sparpotential.

Als Finanzvorsteher darf man nicht geliebt werden wollen
Autor: Yvonne BeutlerNoch-Finanzvorsteherin Winterthur

Es war die letzte Medienkonferenz der abtretenden Finanzvorsteherin von Winterthur. Ihrem Nachfolger gibt sie als Tipp mit auf den Weg: «Als Finanzvorsteher darf man nicht geliebt werden wollen. Man kämpft ständig an. Aber es ist trotz allem eine schöne Aufgabe.»

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Mike Steiner  (M. Steiner)
    Die Expansionspolitik kommt uns noch teuer zu stehen. Und spätestens in 30 Jahren, wenn die aus dem Boden gestampften Schuhschachtelsiedlungen zu Ghettos verkommen, geht auch die Sozialquote wieder durch die Decke. Zukunftsplanung mit Weitblick: in Winterthur Fehlanzeige.
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