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Zürich Schaffhausen Bundesgericht verknurrt Hirschmann zu öffentlicher Entschuldigung

Der Millionenerbe und ehemalige Clubbesitzer Carl Hirschmann muss sich im Internet bei einer seiner Ex-Freundinnen entschuldigen. Dies verfügt das Bundesgericht. Hirschmann hatte die Frau auf verschiedenen Webseiten als Lügnerin bezeichnet, «die auf einem billigen Rachefeldzug sei».

Carl Hirschmann, Millionenerbe und ehemaliger Clubbesitzer aus Zürich.
Legende: Millionenerbe und ehemaliger Clubbesitzer Carl Hirschmann muss sich bei einer Verflossenen öffentlich entschuldigen. Keystone

Es ist eine weitere Episode im Leben von Carl Hirschmann, die erst mit dem Urteil des Bundesgerichtes ein Ende findet. Vier Jahre ist es her, dass eine Ex-Freundin bei der Polizei aussagte, er habe sie «aufs Gröbste misshandelt» und ihn anzeigte. Hirschmann sprach daraufhin von einem «Rachefeldzug einer enttäuschten Ex-Geliebten» und bezeichnete sie als Lügnerin. Dies tat er auch auf verschiedenen Webseiten kund.

Mediale Berichterstattung reicht nicht

In der Folge klagte die Frau gegen Carl Hirschmann, sie sah sich in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt. Während das Bezirksgericht Meilen ihr Recht gab und verfügte, dass Hirschmann sich im Internet bei seiner Ex-Freundin entschuldigen muss, kam das Obergericht zu einem anderen Schluss: mit der medialen Berichterstattung zu den Prozessen sei die Entschuldigung bereits erfolgt. Die Frau akzeptierte das Urteil nicht und gelangte deswegen ans Bundesgericht. Dieses gibt ihr nun in diesem Punkt Recht: Carl Hirschmann muss in den sozialen Medien die Entschuldigung veröffentlichen. Die Berichterstattung in den Medien reiche als Entschuldigung nicht aus, argumentierten die Richter in Lausanne.

Kein Unterlassungs-Urteil

In einem anderen Punkt obsiegte Carl Hirschmann: Das Bundesgericht kam zum Schluss, die Wiederholungsgefahr sei in diesem Fall nicht gegeben. Die Richter sahen deshalb davon ab, ein Urteil zu fällen, welches ihm in Zukunft weitere persönlichkeitsverletzende Aussagen untersagt hätte.

Das Bezirksgericht Meilen muss nun noch klären, wo genau Hirschmann die Entschuldigung publizieren muss. Während eine persönliche Website Hirschmanns noch aktiv ist, sind zwei Facebook-Profile, auf welchen Hirschmann die Verunglimpfungen seinerzeit veröffentlicht hatte, mittlerweile gelöscht.

Folgenden Text muss Carl Hirschmann veröffentlichen:

«Carl Hirschmann und die Saint Germain Ent. AG haben mit dem Beitrag 'Fotobeweis entlastet Carl Hirschmann' bzw. 'Photographic evidence exposes Lulu M. as Liar' Frau Lulu M. in ihrer Persönlichkeit verletzt und das Bild von Frau Lulu M. rechtswidrig veröffentlicht. Carl Hirschmann hat Frau Lulu M. in einem Schreiben erklärt, er bedaure, sie in ihrer Persönlichkeit verletzt zu haben. Er hat sich in diesem Schreiben bei ihr entschuldigt.»

5 Kommentare

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  • Kommentar von Thom B, Gossau
    Da sag ich nur: Was der Mensch sät, das erntet er!
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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Eigentlich sollten wir noch ein paar Gerichtsinstanzen mehr haben, und nach abgeschlossenem Verfahren den Mehrheitsentscheid anwenden. Wenn dann drei Gerichte Schuldig sprechen und nur zwei Gerichte auf Unschuldig plädieren, ist der Angeklagte schuldig, und sonst nicht. So, wie es aber ist, beweist es mir nur, dass jedes Gerichtsverfahren in diesem Land doch eine reine Lotterie ist, wer genug Kohle und einen guten Anwalt hat, bekommt zuletzt dann vielleicht Recht, oder dann nicht. Je nach dem...
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  • Kommentar von Sandro, 8004 Zürich
    Carl ist eine Frau -eine Diva. Diese Person non grata kommt immer wieder in den Medien.Kann ja mal n Lotto Abend machen und sein Zaster bissrl verteilen
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    1. Antwort von Ernst Jacob, Moeriken
      @Sandro: Er ist keine Diva, er hat nur das Glück, ein sehr gut aussehender junger Mann zu sein, der aus sehr wohlhabenden Verhältnissen stammt. Dass sich Mädchen für so eine 'Partie' natürlich freiwillig und reihenweise hinlegen, ist logisch, jede hofft doch irgendwie, in die Kränze zu kommen und womöglich für den Rest des Lebens davon zu profitieren. Natürlich, auch der genzenlose Neid aller Besitzlosen gehört für solch wohlhabende Leute dazu, denn wer möchte nicht so ein Leben geniessen dürfen
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