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Zürich Schaffhausen BVK hält an «kleiner» Lohnerhöhung für CEO Schönbächler fest

Die kantonale Pensionskasse BVK ist zufrieden mit dem Jahr 2013. Der Deckungsgrad habe sich auf 96 Prozent erhöht, hiess es an der Jahresmedienkonferenz. An der reduzierten Lohnerhöhung von CEO Thomas Schönbächler will die BVK nicht rütteln - trotz Kritik aus dem Kantonsparlament.

 BVK-CEO Thomas Schönbächler an der Medienkonferenz
Legende: Muss seinen Lohn einmal mehr verteidigen: BVK-CEO Thomas Schönbächler an der Medienkonferenz. Keystone

Miserabler Deckungsgrad, mangelhafte interne Kontrolle, Korruption. Lange lieferte die kantonale Pensionskasse BVK eine Negativschlagzeile nach der anderen. Nun scheint sich das Blatt zu wenden. 2013 sei ein «erfolgreiches Geschäftsjahr» gewesen, schreibt die BVK.

Der Deckungsgrad sei von 90,9 Prozent auf 96,1 Prozent gestiegen. Ohne die Finanzspritze des Kantons, welcher Ende 2012 zwei Milliarden Franken einschoss, sei der Sprung noch grösser: von 87,5 Prozent auf 96,1 Prozent.

Die BVK betonte zudem ihre tiefen Verwaltungskosten - 138 Franken pro Versicherten. Und man habe die externen Vermögensverwaltungsmandate neu verhandelt und spare so 70 Millionen Franken.

«Kleine» Lohnerhöhung bleibt

Vollständig verschwunden sind die negativen Schlagzeilen allerdings noch nicht. Die Lohnerhöhung von BVK-CEO Thomas Schönbächler sorgte in den letzten Monaten für Diskussionen. Die BVK wollte den Lohn ihres CEO auf einen Schlag von 260'000 Franken auf 380'000 Franken erhöhen.

Die Wogen in Öffentlichkeit und Politik gingen hoch, die BVK krebste zurück und reduzierte die Lohnerhöhung. Schönbächler soll nun 320'000 Franken erhalten. Und an dieser Lohnerhöhung hält die BVK fest. «Auf diesen Entscheid kommen wir nicht mehr zurück», sagte Stiftungsratspräsident Bruno Zanella im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Und zwar trotz Voten im Kantonsparlament, welche die BVK aufforderten, den «Fehlentscheid» vollständig zurückzunehmen.

Die Neuorganisation der BVK

Bei der kantonalen Pensionskasse sind 110'258 Personen versichert, mehrheitlich Angstellte des Kantons und von Zürcher Gemeinden. Seit dem 1. Januar 2014 ist die Pensionskasse als privatrechtliche Stiftung organisiert. Bis dahin war sie Teil der kantonalen Verwaltung. Neu ist der Stiftungsrat für die Geschäftsführung der BVK verantwortlich.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Werni Weber, Zürich
    1. eine öffentliche Kasse mit kantonalen Angestellten hat ein gutes Ergebnis erzielt. 2. Die Versicherten sind entsetzt über diesen Gehaltsentscheid. Siehe u.a. vpod-Petition (aktuell 4000 UnterzeichnerInnen) 3. Die Arbeitgeber sind Kanton, Gemeinden und staatsnahe Organisationen, werden durch Steuergelder finanziert, haben also überhaupt kein Interesse an überkantonalem Cheflohn. Schlussfolgerung: Hr. Zanella als Präsident der BVK ist weder Vertreter der Versicherten noch der Arbeitgeber.
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