Das Dampfschiff auf dem Rhein wird konkreter

Der Verein «Pro Dampfer» kann schon bald eine Aktiengesellschaft gründen. An der Jahresversammlung in Stein am Rhein sind am Freitagabend bereits 130 Aktien gezeichnet worden. Damit sind die ersten 130'000 Franken zusammen. Für eine AG braucht es noch 70'000 Franken.

Ein Schiff mit Passagieren fährt an Stein am Rhein vorbei Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wenn alles optimal läuft, könnte 2020 auf dem Rhein wieder ein Dampfschiff fahren. Keystone

Bis der Traum des Vereins «Pro Dampfer» in Erfüllung geht, fliesst noch viel Wasser den Rhein hinunter. Aber die ersten Schritte sind gemacht. Der Verein hat an seiner Jahresversammlung beschlossen, eine Aktiengesellschaft zu gründen. Die Mitglieder haben denn auch schon mehr als die Hälfte des nötigen Kapitals von 200'000 Franken zusammen.

Bereits am ersten Abend wurden über 130 Aktien im Wert von 1000 Franken gezeichnet. Damit fehlen noch rund 70'000 Franken. Hansjörg Lanz, Vizepräsident des Vereins «Pro Dampfer» ist begeistert. Er ist zuversichtlich, dass der nötige Betrag von 200'000 Franken in wenigen Wochen zusammen ist und dann der Verein die AG gründen kann

Vielleicht gibt es bereits 2020 ein Dampfschiff

Ein Dampfschiff würde zwischen zehn und zwölf Millionen Franken kosten. Das heisst, der Verein muss nun Sponsoren finden, die bereit sind, in ein Dampfschiff zu investieren. Parallel zum Geldsammeln wollen Ingenieure die Pläne für ein neues, umweltfreundliches Dampfschiff optimieren. Dieses soll mit sogenannten Holzpellets betrieben werden. Abklärungen haben ergeben, dass ein mit Holzpellets betriebener Dampfer machbar ist. Wenn alles optimal läuft, könnte das neue Dampfschiff bereits 2020 auf dem Rhein und auf dem Untersee eingesetzt werden.