Das grosse Zittern der kleinen Parteien

Am 9.Februar wählen die Städte Zürich und Winterthur auch ein neues Parlament: Anders als in Winterthur müssen die kleinen Parteien in Zürich zittern. Denn mindestens in einem der Wahlkreise müssen sie die 5-Prozent-Hürde schaffen.

Viele Wahlplakate in der Stadt Zürich. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Parteien buhlen in der Stadt Zürich um Wählerinnen und Wähler. Keystone

Dass in Zürich die 5-Prozent-Hürde gilt und in Winterthur nicht, liegt daran, dass Zürich neun Wahlkreise hat und Winterthur nur einen einzigen. Wenn es nur einen Kreis gibt, dann darf keine Hürde eingeführt werden.

Die Einteilung der Stadt Zürich in neun Kreise sei insofern sinnvoll als die einzelnen Quartiere so besser berücksichtigt würden, sagt Christina Stücheli, Sprecherin der Stadtkanzlei gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

«Jede Stimme zählt»

Die 5-Prozent-Hürde ist vor allem für jene kleine Parteien besonders hoch, die in keinem der Zürcher Wahlkreise eine besonders hohe Stammwählerschaft haben. Die EVP, zum Beispiel, wäre deshalb bei den letzten Parlamentswahlen vor vier Jahren beinahe leer ausgegangen. «Für uns geht es um jede einzelne Stimme», sagt EVP-Vorstandsmitglied Ernst Danner. Zittern müssen auch die Schweizer Demokraten, die EDU und die BDP, die bei den kommenden Wahlen zum ersten Mal in der Stadt Zürich antritt.