Das letzte Grunzen auf dem Juchhof

Auf dem Stadtzürcher Landwirtschaftsbetrieb Juchhof gibt es schon bald keine Tiere mehr. Die Rinder- und Schweinehaltung wird Ende 2017 eingestellt und der Gutsbetrieb auf biologischen Landbau umgestellt. Fünf Angestellte verlieren ihren Job.

Schweine auf der Wiese Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Hier war die Welt für sie noch in Ordnung: Schweine auf einer Wiese beim Juchhof. Keystone

Der Juchhof ist eingeklemmt zwischen Bahngleisen und Bernerstrasse und ist umgeben von Sportplätzen. An dieser Lage sei keine Viehhaltung nach biologischen Kriterien möglich, sagt Lukas Handschin von Grün Stadt Zürich auf Anfrage des «Regionaljournals».

Die Umstellung entspricht auch der Stossrichtung, welche die Stadt für die Landwirtschaft auf ihrem Gebiet bis 2030 verfolgen will. Demnach soll sich die Landwirtschaft in den nächsten 15 Jahren qualitativ entwickeln und noch stärker zur Biodiversität beitragen.

Anstreben will die Stadt eine attraktive Landschaft mit grossem Erholungswert und eine hochstehende Nahrungsmittelproduktion. Zudem sollen Möglichkeiten zum «Zuschauen und Anpacken» für die Bevölkerung geschaffen werden. Bis Ende 2017 soll der Juchhof biozertifiziert sein.

Fünf Stellen betroffen

Weitergeführt werden die Bewirtschaftung der Ackerflächen und extensiven Wiesen, der Obst- und Rebbau, die Bauernhofschule sowie die Dienstleistung als landwirtschaftlicher Werkhof. Durch die Umstellung fallen fünf Stellen weg. Den Betroffenen wird eine interne Lösung angeboten.