Präsidium SP Kanton Zürich Das neue Duo soll es richten

Die SP des Kantons Zürich hat Priska Seiler Graf und Andreas Daurù ins neue Co-Präsidium gewählt. Nach den Turbulenzen der vergangenen Monate sollen Graf und Daurù wieder Ruhe in die Partei bringen. Das traut ihnen die Basis zu – mehrheitlich.

Frau und Mann mit Blumenstrauss umarmen sich, im HiGru SP-Plakat Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: SP-Hoffnungsträger: Priska Seiler Graf und Andreas Daurù nach der Wahl ins Co-Präsidium. Keystone

Einstimmig und mit Akklamation haben die Genossinnen und Genossen am ausserordentlichen Parteitag im Zürcher Volkshaus Nationalrätin Priska Seiler Graf (48) und Kantonsrat Andreas Daurù (37) ins Co-Präsidium gewählt. Sie treten die Nachfolge von Daniel Frei an, der das Handtuch geworfen hatte. Grund dafür waren die zermürbenden Flügelkämpfe zwischen den Jungsozialisten und SP-Regierungsrat Mario Fehr gewesen.

«  Wir möchten spüren, was die Basis denkt. »

Priska Seiler Graf
neue Co-Präsidentin SP Kanton Zürich

«Es ist wichtig, dass die verschiedenen Gruppen in der Partei wieder Kontakt miteinander aufnehmen», erklärte Andreas Daurù dem «Regionaljournal» nach seiner Wahl am Montagabend. Und Priska Seiler Graf ergänzte: «Wir möchten einen regen Austausch mit den Regierungsräten, einen regen Austausch auch mit der Juso, und wir möchten in die Sektionen gehen und spüren, was die Basis denkt.»

Viel Vertrauen ins Führungs-Duo...

Die Basis traut dem neuen Führungsduo durchaus zu, dass es wieder Ruhe in die Partei bringen kann. Das zeigte eine kleine Umfrage im gut gefüllten Weissen Saal des Zürcher Volkshauses. «Ich habe Vertrauen in die beiden. Sie sind bestens ausgerüstet, um das jetzt anzupacken», sagte zum Beispiel eine SP-Frau.

...aber auch Zweifel am Erfolg

Es gab aber auch zweifelnde Stimmen. So meinte ein SP-Mann gegenüber dem «Regionaljournal»: «Die wirkliche Auseinandersetzung wird noch kommen, wenn es um die Nominierung der Regierungsratskandidaten geht. Dann wird sich zeigen, wie weit sich Mario Fehr in die Partei einbinden lässt und wie weit nicht.»