Das neue Züri-Tram steckt im Schlamassel

Die leidige Geschichte der Zürcher Trambeschaffung hat ein neues Kapitel. Eine geheime Expertise, die SRF vorliegt, macht den Verkehrsbetrieben VBZ massive Vorwürfe. Sie sollen im Auswahlverfahren einen Hersteller willkürlich bevorzugt haben. Das neue Züri Tram fährt also noch lange nicht.

Blauweisse Züri-Tram fährt durch Baustelle vor dem Zürcher Hauptbahnhof Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die grösste Zürcher Trambaustelle ist zurzeit die Beschaffung der neuen Tram-Generation Keystone

Seit vier Jahren sucht die Stadt Zürich nach einem neuen Tram. Die VBZ hatten bereits einen Hersteller ausgewählt, da verweigerte der Verkehrsrat die Kostengutsprache. Grund: Der kantonale Verkehrsverbund ZVV traute der Sache nicht und verlangte eine Zweitmeinung.

Diese Expertise liegt nun vor. Sie ist geheim, wurde von SRF aber publik gemacht. Sie wirft den VBZ vor, willkürlich dem kanadischen Hersteller Bombardier den Vorzug zu geben. Aus dem Auswahlverfahren gehe nicht hervor, weshalb Bombardier die Anforderungen besser erfülle als die drei Mitbewerberfirmen.

Die VBZ kommentieren den Vorwurf nicht. Sie hatten schon vorgängig beim Regierungsrat gegen den Entscheid des Verkehrsrats rekurriert. Da das Verfahren noch laufe, wolle man inhaltlich zu Beschaffungsfragen keine Stellung nehmen, sagte VBZ-Sprecher Andreas Uhl auf Anfrage des Regionaljournals.

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