Zum Inhalt springen

Header

Audio
Gammelhaus wird Wohnhaus
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 21.11.2019.
abspielen. Laufzeit 02:07 Minuten.
Inhalt

Debatte im Zürcher Parlament 2580 Franken für vier Zimmer: Ist das günstig?

In einem der ehemaligen «Gammelhäuser» will der Stadtrat Wohnungen anbieten. Der Gemeinderat diskutierte über Mietpreise.

Das Zürcher Stadtparlament hat den Schlusspunkt gesetzt zum Kapitel «Gammelhäuser». Nach den zwei Liegenschaften an der Neufrankengasse hat nun auch das Haus an der Magnusstrasse bessere Zeiten vor sich. Dort entstehen relativ teure Wohnungen.

Finanzvorstand Daniel Leupi (Grüne) zeigte sich am Mittwochabend im Parlament erleichtert darüber, dass man nun «eine schwierige Geschichte zum Abschluss gebracht hat». Mit dem überteuerten Kauf der drei Häuser sei es schliesslich gelungen, «einen Sumpf trocken zu legen».

Im Februar 2017 hatte der Stadtrat das Wohnhaus Magnusstrasse 27 im Langstrassenquartier in einer umstrittenen Aktion erworben. Das Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen den Kauf gutgheissen.

Hohe Kosten, hohe Mietpreise

Deshalb beantragte der Stadtrat dem Gemeinderat nun nachträglich den Kauf der Liegenschaft. Insgesamt beläuft sich der beantragte Kredit auf 6.925 Millionen Franken. Die Kosten der eigentlichen Instandsetzung werden auf rund 3.5 Millionen Franken geschätzt.

Entsprechend hoch fallen die Mietpreise für die vier geplanten Wohnungen aus. Für eine 4 Zimmerwohnung mit 80 Quadratmeter Fläche soll die Miete 2580 Franken betragen. Im Parlament entbrannte eine heftige Debatte, ob das noch den Vorgaben des gemeinnützigen Wohnungsbaus entspreche.

Am Ende erhielt der Antrag des Stadtrates 71 Stimmen von SP, Grünen und GLP. 38 Nein-Stimmen gab es von FDP, SVP und EVP. Die AL enthielt sich mit 10 Stimmen.

Zwei Häuser von aussen.
Legende: Hier in den Häusern an der Neufrankengasse bietet die Stadt neu betreutes Wohnen an. Keystone

Neues Leben in der Neufrankengasse

Zusätzlich zur Liegenschaft Magnusstrasse 27 hatte der Stadtrat im Februar 2017 ebenfalls in eigener Kompetenz zwei Häuser an der Neufrankengasse erworben. Auch diese beiden Beschlüsse hob das Verwaltungsgericht auf.

Darauf beantragte der Stadtrat nachträglich dem Gemeinderat den Kauf der beiden Liegenschaften ins Verwaltungsvermögen, was dieser im April 2018 bewilligte. Dort sind mittlerweile zwei neue Wohnangebote für begleitetes und betreutes Wohnen des Sozialdepartements entstanden.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Yousef Delavar  (yousefdelavar)
    Das ist zu teuer. Die Schweiz ist aber so oder so das teuerste Land der Welt. In Teheran, Iran hab ich eine 4 Zimmer Wohnung für 250Fr im Monat in einem Luxuscomplex mit Lobby und Park vor der Haustüre.
    1. Antwort von Ramon Frey  (Ramon Frey)
      Relativ unnütze information.
      1. Löhne im Iran sind auch nicht vergleichbar mit der Schweiz.
      2. Niemand möchte im Iran leben, besonders Schweizer nicht.
    2. Antwort von W. Pip  (W. Pip)
      Dann fragen Sie doch mal ihre iranische Reinigungskraft, ob sie sich Ihre Wohnung leisten könnte. Sie wird zu höflich sein, um Ihnen den Vogel zu zeigen. :-)
  • Kommentar von Lia Nemo  (Rotezora)
    Wenn mannachrechnet sind es eher 39 Franken pro m2. Im Vergleichzum Durchschnitt (ca. 16 Franken pro m2) ist das dennoch viel und nicht wirklich gemeinnützig. Gerade die Stadt sollte helfen günstigen Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Auch damit die Verkehrsüberlastung abnimmt.
  • Kommentar von W. Pip  (W. Pip)
    Und plötzlich sind die rotgrünen Stadtzürcher mit der realitätsnahen Kosten- und Mietpreiskalkulation konfrontiert und wundern sich dann, dass sie subventionslos auf 2500 Stutz pro Monat kommen. Willkommen in der Realität. An diesem Grümpelwohnblock könnt ihr glaube ich nur genesen.