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Zürich Schaffhausen Dem wahren Osterhasen auf der Spur

Der Feldhase ist in der Schweiz praktisch nicht mehr auffindbar. Die Bestände nehmen seit Jahren ab oder bleiben auf sehr tiefem Niveau stabil. Nun wurden ausgerechnet in der Stadt Zürich mögliche Feldhasen-Spuren gefunden.

Legende: Audio Suche nach dem Feldhasen in Zürich (26.3.16) abspielen. Laufzeit 3:36 Minuten.
3:36 min

Es war für Wildtierfreunde eine kleinere Sensation, als Mitarbeiter des Projekts «StadtWildTiere» (siehe Box) vor ein paar Wochen auf dem Adlisberg in der Stadt Zürich mögliche Spuren eines Feldhasen entdeckten. «Wir waren sehr erfreut», sagt Adrian Dietrich von «StadtWildTiere», «wir dachten eigentlich nicht, dass es auf Stadtgebiet noch Feldhasen gibt.»

Wälder in der Stadt würden sehr stark genutzt, so Dietrich, von Spaziergängern, Hunden, Bikern, und das sei für den Feldhasen kein optimales Umfeld. Deshalb will «StadtWildTiere» nun zusammen mit der Stadt Zürich die Bedingungen für den Feldhasen verbessern: «Es sollte mehr Acker und Wiesen geben, auf denen man das Gras stehen lässt - dies fördert den Feldhasen.»

«StadtWildTiere»

Ein Projekt von freiwilligen Wildtierfreunden in Zürich. Gemeinsam mit der Stadtbevölkerung werden Beobachtungen von Wildtieren in der Stadt gesammelt und auf der Website stadtwildtiere.ch veröffentlicht. Mit Hilfe der Daten wollen Wildtiere im Siedlungsraum gezielt gefördert werden.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Junge Hasen besitzen weder eine Höhle noch ein Nest. Sie liegen einfach ungeschützt irgendwo in der Landschaft. Einmal pro Nacht werden sie während weniger Minuten von ihrer Mutter gesäugt. Mehr Betreuung gibt es nicht. Frischgeborene Hasen sind etwa 100 Gramm schwer und besitzen ein Fell, das sie ausreichend vor Kälte schützt. Falls es trocken bleibt. Bei nasskaltem Wetter erfrieren viele. Weil sie nicht flüchten, werden Junghasen leicht von Landmaschinen getötet.
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  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Es gibt viele logische Theorien dazu, weshalb die Hasenbestände so tief sind und weshalb sie trotz verschiedener positiver Veränderungen der Landwirtschaft in den vergangenen zwanzig Jahren nicht wieder zugenommen haben: Landmaschineneinsatz, Pflanzenschutzmittel, fehlende Deckung, zu viel Störung, intensivere Grünlandnutzung, Krankheiten, Zerschneidung der Landschaft durch Strassen und Bauten. Die Schweiz gibt diesen Tieren zu wenig Schutz.
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  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Die Bestände nehmen seit Jahren ab oder bleiben auf sehr tiefem Niveau stabil, und Besserung ist nicht in Sicht.Intensive Landwirtschaft, Überbauung, Zersiedelung sowie auch zunehmender Druck durch den Freizeitbetrieb schränken die offene, artenreiche Kulturlandschaft immer mehr ein. Besorgniserregend ist vor allem die Situation im Grünland. Die intensive Nutzung der Wiesen und Weiden verunmöglicht eine erfolgreiche Fortpflanzung der Feldhasen.
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