Zukunft Flugplatz Dübendorf «Der Bund kann uns nicht ignorieren»

Die Gemeinden Dübendorf, Volketswil und Wangen-Brüttisellen wollen keine Businessflüge auf dem Flugplatz Dübendorf.
Sie hegen deshalb eigene Zukunftspläne und lassen im Herbst die Bevölkerung darüber abstimmen. Ob das etwas an den Plänen des Bundes ändert, ist fraglich.

Flugplatz Dübendorf mit Windfahne Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gegenwind aus den Gemeinden rund um den Flughafen Dübendorf. Keystone

Die Pläne des Bundes sind klar: Er will, dass die Geschäfts- und Kleinfliegerei von Kloten nach Dübendorf wechselt. Pläne, die die Gemeindepräsidenten von Dübendorf, Volketswil und Wangen-Brüttisellen unbedingt verhindern wollen.

«  Für viele Menschen hier hat der Flugplatz Dübendorf eine emotionale Bedeutung. »

Lothar Ziörjen
Stadtpräsident Dübendorf

Sie haben deshalb ein «handfestes» Alternativkonzept ausgearbeitet. So sollen weiterhin Werkflüge, die historische Luftfahrt, die Rega und die Armee in Dübendorf Platz haben. Jedoch soll an den Abenden und Wochenenden grundsätzlich Ruhe herrschen.

Bevölkerung soll entscheiden

Ende November 2017 kommt dieses Konzept «Flugplatz Dübendorf – Historischer Flugplatz mit Werkflügen» an die Urne. Dies, obwohl der Bund wiederholt betont hat, dass er an seinen Plänen festhält.

Die Gemeindepräsidenten vor Ort sind jedoch der Meinung, die Bevölkerung solle selber über die Zukunft des Flugplatzes entscheiden dürfen. «Es ist wichtig, dass wir den Druck auf den Bund erhöhen können», betont Jean-Philippe Pinto, Gemeindepräsident von Volketswil. Spreche sich eine deutliche Mehrheit gegen die Pläne des Bundes und für ihr Alternativkonzept aus, sei das ein Signal, das Bern nicht einfach so ignorieren könne.

Bern sagt weiterhin «Nein»

Beim Bund hat man den neuen Vorschlag aus Zürich bereits überflogen. Dazu äussern will man sich noch nicht, der Kommunikationschef des Bundesamtes für Zivilluftfahrt Bazl Urs Holderegger sagt nur so viel: «Der Bund hält an seinem Prozess fest».

«  An der Grundhaltung des Bundes ändert sich nichts. »

Urs Holderegger
Kommunikationschef des Bazl

Das Bazl habe den Gemeinden bereits im März 2017 mitgeteilt, dass das Alternativkonzept nicht mehr zur Diskussion stehe.