«Der Dialog mit den Lehrern ist zurzeit recht pointiert im Gang!»

Der Schaffhauser Erziehungsdirektor Christian Amsler ist seit Anfang Jahr oberster Deutschschweizer Erziehungsdirektor. Er äussert sich pointiert zu nationalen Themen, fordert zum Beispiel einen Numerus clausus für die Geisteswissenschaften. Zu Hause in Schaffhausen sind die Lehrer unzufrieden.

Er sei zwar für die freie Studienwahl, sagt Christian Amsler im Interview mit dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Wenn die Kantone aber sparen müssen, dann sei es legitim, darüber nachzudenken, ob von der Wirtschaft weniger gefragte Studienrichtungen eingeschränkt werden sollen. «Es muss erlaubt sein zu fragen, welche Leute brauchen wir auf unserem Arbeitsmarkt!» sagt Amsler.

«Pointierter Dialog» mit den Schaffhauser Lehrerinnen und Lehrer

Während sich Christian Amsler als Präsident der Deutschschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz viel mit nationalen Themen befasst, ist die Stimmung «seiner» Lehrerinnen und Lehrer in Schaffhausen schlecht. Anfang 2012 haben sie gestreikt, nun ist eine Diskussion um die Löhne im Gang.

Christian Amsler bestätigt im Interview: «Der Dialog mit den Lehrerinnen und Lehrern ist zurzeit recht pointiert im Gang.» Er nehme diese Herausforderung aber an. An die Adresse der Lehrerinnen und Lehrer meint er: «Es gibt noch andere, die gern mehr verdienen würden, die Lehrer haben einen anständigen Lohn. Streik und ewige Lohnforderungen kommen nicht nur gut an in der Bevölkerung.»