Der Elternabend gehört zum Pflichtenheft

Immer mehr Schulen erklären den Elternabend als obligatorisch. Dies weil sich Eltern vermehrt erlauben, solche Informationsabende zu schwänzen.

Eltern bringen ihre Kinder zur Schule Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Keine Zeit, kein Bock: manche Eltern nehmen ihre Schulpflichten nicht besonders ernst. Keystone

Zwar sind es nur Einzelfälle, aber sie würden zunehmen, bilanziert Sarah Knüsel, Präsidentin des Schulleiterinnen- und Schulleiterverbands des Kantons Zürich. Immer mehr Eltern würden ohne Abmeldung den Elternabenden fern bleiben. Kein Wunder würden deshalb immer mehr Schulen solche Anlässe als obligatorisch erklären. Weshalb Eltern vermehrt nicht erscheinen, erklärt sich Sarah Knüsel so: «Entweder passt das Datum nicht, man hat eine Antipathie gegenüber der Lehrperson, keine Zeit oder das Thema interessiert nicht.»

Auch Eltern haben Pflichten

Diese Entwicklung findet Sarah Knüsel jedoch höchst problematisch. Eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule sei enorm wichtig, so die Schulleiterin. Nicht nur, aber vor allem auch für das Kind: «Für den Lernerfolg des Kindes ist die Beziehung zwischen der Lehrperson und den Eltern enorm wichtig. Harmoniert diese Beziehung nicht, ist es für das Kind schwierig.» Und es sei auch ein schlechtes Signal. Wieso sollte ein Kind seine Hausaufgaben machen, wenn die Eltern ihre Schulpflichten nicht wahrnehmen würden.