Der Jazz ist weiblich

Das Schaffhauser Jazzfestival widmet seine 27. Ausgabe den vielen Frauen in der Schweizer Szene. Speziell gefeiert wird Irène Schweizer.

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Bildlegende: Ein Schaufenster für die CH-Szene seit über 25 Jahren: Das Schaffhauser Jazzfestival. ZVG/Francesca Pfeffer

Als Pianistin und Kulturaktivistin hat Irène Schweizer seit den 1960er-Jahren für Furore gesorgt. Im Inland mischte sie die Männerbastion Jazz auf. Den internationalen Konzert- und Festival-Betrieb prägte sie mit Freemusic europäischer Spielart. In Schaffhausen, wo sie 1941 geboren wurde, feiert die Wahlzürcherin nun ihren 75. Geburtstag.

Die dortige Werkschau des CH-Jazz widmet Schweizer einen ganzen Konzertabend. Natürlich wird die ungebrochen kreative Pianistin ein Solokonzert geben.

Auch an den drei anderen Festivalabenden vom 26. bis zum 28. Mai geben Frauen den Ton an. Viele wurden von Irène Schweizer zumindest inspiriert. Etwa die Pianistinnen Luzia von Wyl und Marie Krüttli, die ihre komplett verschiedenen Projekte vorstellen.

So bewegt sich die Luzernerin von Wyl mit zehnköpfiger Band an den Grenzen des Jazz. Die Jurassierin Krüttli, die soeben den ZKB-Jazzpreis gewonnen hat, adaptiert in klassischer Pianotrio-Besetzung Vorbilder von Maurice Ravel bis Brad Mehldau.