Der Kanonendonner ennet der Grenze

Hunderttausende von Toten, Europa im Chaos: Die Schweiz blieb zwar vom Ersten Weltkrieg (1914-18) verschont, gleichwohl hinterliess der Krieg in der Gesellschaft tiefe Spuren. Das zeigt eine neue Ausstellung im Landesmuseum Zürich.

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Bildlegende: Flüchtlinge aus dem Elsass treffen in Basel ein (Aufnahme von 1914) Landesmuseum Zürich

Nicht nur die Lebensmittel wurden knapp während des grossen Krieges 1914 bis 1918, die Unsicherheit, die Angst griff um sich, es kam zu sozialen Spannungen, der nationale Zusammenhalt war bedroht. 700'000 Menschen waren als Folge des Krieges auf staatliche Unterstützung angewiesen.

Bislang unveröffentlichte Bild- und Tondokumente

Die anspruchsvolle Wanderausstellung «Die Schweiz und der Grosse Krieg» zeigt die Folgen des Krieges auf die Schweiz und ihre Bevölkerung mit bislang unveröffentlichtem Bild- und Tonmaterial. Gezeigt werden auch Portraits von Persönlichkeiten wie Else Züblin, der Begründerin der Soldatenstuben oder Bundesrat Gustav Ador, dem Präsidenten des IKRK. Verschiedene Installationen vertiefen Themen wie die Internierung von Offizieren und Soldaten aus den kriegsführenden Staaten.