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Viele offene Stellen «Der Kindergarten hat ein Imageproblem»

Mehr Kinder, weniger Kindergärtnerinnen: Die Kindergärten bereiten dem Volksschulamt Sorge.
Legende: Mehr Kinder, weniger Kindergärtnerinnen: Die Kindergärten bereiten dem Volksschulamt Sorge. Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • An der Primar- und Sekundarschule im Kanton Zürich sind acht Wochen vor dem neuen Schuljahr etwa gleich viele Lehrerstellen offen wie in den letzten beiden Jahren.
  • Mehr offene Stellen gibt es jedoch in den Kindergärten. Acht Wochen vor Beginn des neuen Schuljahrs sind 49 Stellen nicht besetzt. Vor einem Jahr um diese Zeit waren es nur 33 Stellen.

«Wir haben auf der Primar- und Sekundarschule eine entspannte Situation», bilanziert Marion Völger, die Leiterin des Zürcher Volksschulamtes: «Beim Kindergarten ist die Situation angespannt, bei den Heilpädagogen müssen wir von Lehrermangel sprechen.» Heilpädagogen sind auf allen Stufen knapp. Dieses Problem sollte sich jedoch entschärfen, da an der Pädagogischen Hochschule mehr Heilpädagoginnen ausgebildet werden.

Tiefer Lohn und Imageproblem

Im Gegensatz zur heilpädagogischen Ausbildung, die Zulauf hat, wollen sich an der Pädagogischen Hochschule Zürich immer weniger Frauen zur Kindergärtnerin ausbilden lassen. Männer gibt es ohnehin kaum. Das Problem: Der Beruf der Kindergärtnerin hat nicht nur ein schlechteres Image als derjenige der Primarschullehrerin, auch der Lohn ist tiefer. Da müsse das Volksschulamt Gegensteuer geben, sagt Amtschefin Marion Völger im Interview mit dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Eine Möglichkeit bietet die Pädagogische Hochschule zusammen mit dem Institut Unterstrass: In einer einjährigen berufsbegleitenden Zusatzausbildung können Primarlehrerinnen und Primarlehrer das Kindergartendiplom erwerben.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Langt ein Mann ein Kindergarten-Kind an, dann ist er mit dem halben Fuss im Gefängnis. Dies sollte die Volksschulbehörde als Tatsache behandeln und sollte die Vermehrung männlicher Kindergärtner erst gar nicht forcieren. Gegen die Fachkräftemangel wäre die Problembehebung "tiefer Lohn" eine Lösung. Aber natürlich, solange die Anstellungsbehörde an DER Lösung brütet, kann sie auf den privatwirtschaftlichen Usus zurückgreifen: Der grosse Kanton richtet es.
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  • Kommentar von André Kurmann (Marcel Oetterli)
    Solange die fehlende Anerkennung für die Vorstufe bestehen bleibt, wird sich nichts verbessern. Wer will schon einen sehr anspruchsvollen Beruf nach einem Bachelorstudium zum M-Budgetlohn ausüben. Und dann noch der 88% Beschiss im Kt ZH. Schon nur die Bezeichnung "Kindergarten" gehört abgeschafft. 1. geht es um Schüler und nicht "Kindergärtner" und 2. hat der Unterricht nichts mit dem Garten direkt zu tun.
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