Der Mann mit dem Blick für das Verdächtige

Seit über zehn Jahren ist Heinz Beusch verantwortlich für die Sicherheitskontrollen im Zürcher Ratshaus. Nun wird er pensioniert. Ein Gespräch über gute Vorbereitung, ungebetene Gäste und das Attentat von Zug.

Eingeführt wurden die Sicherheitskontrollen im Zürcher Ratshaus vor 15 Jahren nach dem Attentat im Zuger Parlament mit 14 Toten. Angst hatte Heinz Beusch deswegen nie. «Auch wenn ich über die Strasse gehe, könnte mir etwas passieren», sagt er im Interview mit dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

«Man muss einfach immer gut vorbereitet sein», meint der Profi von der Kantonspolizei. Richtig gefährliche Situationen habe er in seinen rund zehn Jahren an der Sicherheitsschleuse beim Eingang des Ratshauses nie erlebt.

Die Rentner haben Zeit

Heinz Beusch sah in dieser Zeit Tausende von Menschen, die das Ratshaus besuchen wollten – von Schulklassen über Touristen bis zu Rentnern. Mit der Zeit entwickelte er einen siebten Sinn für verdächtige Personen – vor allem auch dank seiner vergleichbaren Tätigkeit beim Flughafen Zürich.

«Die Pensionierten waren mir immer am liebsten», sagt er schmunzelnd. «Die haben Zeit, so wie ich das jetzt auch habe.» Am vergangenen Montag wurde Heinz Beusch feierlich aus dem Dienst verabschiedet.