Der Münsterhof soll neues Wissen über Zürich preisgeben

Der Zürcher Münsterhof ist in den nächsten Wochen in der Hand der Archäologen. Bevor neue Leitungen verlegt und der Platz umgestaltet wird, sichern sie, was im Boden unter dem Platz zu finden ist. Von den Funden erhoffen sie sich neue Erkenntnisse über die Geschichte der Stadt.

Gelbe Baucontainer vor dem Chor des Fraumünsters, Bauarbeiter in orangen Gwändli, im Vordergrund Bauabschrankungen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Büros, Garderoben, Waschanlage: Die Stadtarchäologie richtet sich beim Fraumünster ein. zvg

Vor dem Chor des Fraumünsters stehen gelbe Baucontainer. Ein Teil des Platzes ist mit rot-weissen Bauabschrankungen abgesperrt. Noch in dieser Woche sollen entlang der Nordfassade der Kirche die ersten Gräben aufgerissen werden: Wie immer, wenn in der Zürcher Altstadt der Untergrund für eine Baustelle geöffnet wird, kommen zuerst die Archäologen zum Zug.

Die Rotunde und der Friedhof

Der Münsterhof war schon immer einer der Brennpunkte der städtischen Geschichte. Von der Grabung erhoffen sich die Fachleute neue Erkenntnisse über die Entstehung von Zürich. Zum Beispiel über einen Friedhof und einen runden Anbau am Fraumünster, die im 13. Jahrhundert dem heutigen Münsterhof weichen mussten.

Bis zu 20 Personen werden in den nächsten Wochen auf dem Münsterhof die Zeugen der Zeit sichern. Ende April soll dann die eigentliche Umgestaltung des Platzes beginnen. Läuft alles nach Plan, steht der Platz im Frühling 2016 der Bevölkerung neu zur Verfügung.