«Der Prozess» eröffnet die Saison im Zürcher Schauspielhaus

Barbara Frey hat mit ihrer Inszenierung am 12. September im Pfauen die neue Spielzeit 2013/14 eröffnet. Für Frey ist «der Prozess» die erste Auseinandersetzung als Regisseurin mit dem Werk von Franz Kafka.

Zusatzinhalt überspringen

«Der Prozess» von Franz Kafka

Eines Morgens wird Josef K. aus heiterem Himmel verhaftet. Er ist sich keiner Schuld bewusst. Alle Bemühungen, den Irrtum aufzuklären, führen jedoch zu nichts. Das Gesetz erweist sich als streng hierarchisches System, das sich – auch wenn man sich höflich und einsichtig begegnet – als korrupt und verkommen erweist.

Es ist bereits zur Tradition geworden, dass die Intendantin des Schauspielhauses, Barbara Frey, das erste Stück der Saison höchstpersönlich inszeniert.

Ihre Interpretation des Stücks hinterlässt jedoch eine gewisse Ratlosigkeit:

Es gelingt ihr zwar, die alptraumhafte Beklemmung des Romans auf die Bühne zu bringen. Der Text des Romans ist und bleibt jedoch rätselhaft. Barbara Frey behält die diese Rätselhaftigkeit bei.

Die unbeabsichtigte Folge davon: Auf der Bühne herrscht eine gewisse Beliebigkeit, die sich auf die Zuschauer überträgt. Am Schluss bleiben diese ratlos zurück.