Der Sprachenstreit im Kanton Zürich schwelt weiter

Der Zürcher Regierungsrat möchte am bisherigen Sprachenkonzept festhalten. Unterricht in französischer und englischer Sprache in der Primarschule habe sich bewährt. Das Konzept sei ein wichtiger Grundpfeiler der Qualität der Zürcher Volksschule.

Eine Primarschülerin schreibt eine Prüfung in Französisch. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Französisch söll die zweite Fremdsprache auf Primarstufe bleiben. Keystone

Zwei Fremdsprachen bereits in der Primarschule - das überfordere die meisten Kinder. Das ist das Hauptargument der Initianten, welche die Volksinitiative «Mehr Qualität - eine Fremdsprache an der Primarschule» lanciert hatten. Der Zürcher Regierungsrat hat nun Stellung dazu genommen, und er empfiehlt die Initiative zur Ablehnung.

«  Wir wollen im Kanton Zürich keine eigenen Brötchen backen. »

Silvia Steiner
Zürcher Bildungsdirektorin, CVP

Die Mehrheit der Kantone wolle zwei Sprachen auf der Primarstufe, sagt Silvia Steiner gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Zum einen die englische Sprache, um den globalen Fokus zu fördern, zum andern die französische Sprache, um eine zweite Landessprache zu beherrschen. Ausserdem habe sich das bisherige Sprachenkonzept bewährt. Es sei ein wichtiger Grundpfeiler der Qualität an der Zürcher Volksschule.

Was die Initianten wollen

Die Volksinitiative verlangt, dass die zweite Fremdsprache erst auf der Sekundarstufe eingeführt wird. Bei einer Annahme der Initiative würde aus Gründen des nationalen Zusammenhaltes zuerst Französisch unterrichtet, Englisch dann erst auf der Sekundarstufe. Hinter der Initiative stehen verschiedene Lehrerverbände. Sie finden, dass der Erwerb der Fremdsprachen gestaffelt erfolgen müsse. Sie sind der Meinung, dass mit der Etappierung der Spracherwerb sorgfältiger aber auch effizienter sei.