Der Stadtrat zieht beim besetzten Koch-Areal die Schraube an

Langsam aber sicher verliert der Zürcher Stadtrat die Geduld mit den Besetzern auf dem Koch-Areal in Albisrieden. Wegen der vielen Konzerte gehen immer mehr Lärmklagen ein von Nachbarn. Deshalb fordert der Stadtrat, dass die Bewohner des Areals die Regeln einhalten.

Ein Haus mit Schrägdach und vielen bunten Graffitis darauf. Vor dem Eingang stehen zahlreiche Fahrräder. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Koch-Areal gehört der Stadt und ist seit 2013 besetzt. Es ist die grösste Besetzung in Zürich. Keystone

Abfall und Party-Volk am Wochenende, samt lauter Musik. Die Nachbarn des Koch-Areals haben wenig Freude an der Besetzung. 170 Lärmklagen sind im laufenden Jahr bei der Stadtpolizei eingegangen. Dies hat der Tages-Anzeiger zusammengetragen.

Eindeutig zu viel, findet Michael Schmid. Er ist Fraktionschef der FDP im Zürcher Gemeinderat. «Es sind üble Zustände für die Anwohner. Und dies Nacht für Nacht.» Inakzeptabel sei die Lage, die Stadt müsse handeln, fordert Schmid.

Verhandlungen laufen seit Monaten

Dies kündigt die Stadt denn auch an. Gemäss Patrick Pons, Sprecher des zuständigen Finanzdepartements, laufen seit mehreren Monaten Verhandlungen mit den Besetzern: «Wir fordern eine Verbesserung der Lärmsituation ein.»

Bleibe eine solche aus, fasse die Stadt «weitere Massnahmen» ins Auge, so Pons. Möglich wäre eine Aufhebung der Vereinbarung mit den Besetzern – oder notfalls gar die Räumung des Areals. Bisher, so Patrick Pons, sei der Stadtrat bei seiner Beurteilung aber zum Schluss gekommen, ein solcher Einsatz sei nicht verhältnismässig.