Stadtratswahlen Winterthur Der zweite Wahlgang wird zum Zweikampf

Daniel Oswald gegen Jürg Altwegg, SVP gegen Grüne. Das ist die Ausgangslage für den zweiten Wahlgang am 2. April. Nach der EVP und der SP haben auch die Grünliberalen ihren Kandidaten aus dem Rennen um den freien Sitz in der Winterthurer Stadtregierung zurückgezogen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Im zweiten Wahlgang um den Sitz im Winterthurer Stadtrat gibt es das Duell zwischen Daniel Oswald (SVP) und Jürg Altwegg (Grüne).
  • Die EVP, die SP und die GLP haben ihre Kandidaten zurückgezogen.

Nach dem Rückzug des Grünliberalen Michael Zeugin ist klar: Der neue Winterthurer Stadtrat heisst entweder Daniel Oswald oder Jürg Altwegg. Der Kandidat der SVP duelliert sich am 2. April mit dem Grünen um die Nachfolge des zurückgetretenen Stadtrats Matthias Gfeller.

Einmal mehr zwischen den Fronten

«Wir haben festgestellt, dass es im zweiten Wahlgang zu eng werden würde», fasst der Winterthurer GLP-Präsident Beat Meier die Chance von Michael Zeugin zusammen. Diesen Entscheid habe er so nicht erwartet, sagt Reto Diener, Parteipräsident der Winterthurer Grünen. «Aufgrund der aktuellen Konstellation kann ich es aber nachvollziehen, weil seine Erfolgsaussichten vermutlich gering gewesen wären.»

Michael Zeugin stand zwischen zwei Fronten – zwischen SVP und Grünen. Das Resultat: Es kommt zum klassischen Zweikampf zwischen Daniel Oswald und Jürg Altwegg. Simon Büchi, Parteipräsident der Winterthurer SVP, hat sich diese Ausgangslage gewünscht: «So hat man eine klare Richtungswahl. Entweder man wählt links oder bürgerlich.»

Und was sagen die beiden Kandidaten zum Zweikampf?

Daniel Oswald:

  • «Ich denke, es hätte schwierigere Konstellationen gegeben als diese Zweier-Konstellation.»
  • «Ich glaube, nun ist es wichtig, dass Leute in den Stadtrat kommen, die mit dem Geld, das zur Verfügung steht, das Optimum erreichen können.»
  • «Das wird kein Spaziergang, aber die Chancen sind 100 Prozent intakt.»

Jürg Altwegg:

  • «Ein Dreier-Ticket wäre natürlich spannender gewesen.»
  • «Eine 5:2-Mehrheit der Bürgerlichen wäre nicht unbedingt ‹statthaft›. Deshalb ist eine Person, die eher die linke Seite vertritt, bei diesen Wahlen durchaus legitim.»
  • «Die Grünen dürfen sich jetzt nicht zurücklehnen, sondern muss die Bevölkerung motivieren, den Wahlzettel auszufüllen.»