Steuerstreit mit den USA Die Bank Vontobel kommt ungeschoren davon

Die Zürcher Privatbank Vontobel ist im Steuerstreit mit den USA aus dem Schneider. Sie hat sich mit den amerikanischen Justizbehörden geeinigt. Die Gespräche seien ohne Zahlung einer Busse abgeschlossen worden, teilte die Bank Vontobel mit.

Das Hauptgebäude der Privatbank Vontobel an der Gotthardstrasse in Zürich. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Hauptgebäude der Privatbank Vontobel an der Gotthardstrasse in Zürich. Keystone

Im Steuerstreit mit den USA hatte die Bank Vontobel von Anfang an deklariert, dass sie kein anwendbares US-Strafrecht verletzt habe. Die Bank hatte sich in die sogenannte Kategorie 3 des Selbstanzeigeprogramms zur Bereinigung des Steuerstreits eingetragen. In dieser Kategorie müssen die Institute beweisen können, dass sie keine Verstösse gegen US-Gesetze begangen haben, wie z.B. Beihilfe zu Steuerhinterziehung.

Der Bank Vontobel ist es nun in der Zwischenzeit offenbar gelungen, Beweise anzutreten. Sie hat sich nach eigenen Angaben mit den amerikanischen Behörden geeinigt und muss keine Busse zahlen.

Die US-Ermittler gingen über Jahre gegen Schweizer Banken vor, die reichen Amerikanern bei der Steuerhinterziehung geholfen haben sollen. Seit 2013 konnten rund 80 Institute den Streit beilegen, indem sie ihre Geschäftspraktiken und Details zu den betroffenen Konten offenlegen. Ihre Zahlungen summieren sich auf 1,3 Mrd USD.