Zürcher Stadtratswahlen 2018 Die FDP tritt mit Filippo Leutenegger und Michael Baumer an

Die Delegierten gaben dem 42-jährigen Gemeinderat Michael Baumer den Vorzug vor Nationalrätin Doris Fiala.

Die beiden Männer mit je einem Blumenstrauss in der Hand nach der Nomination Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Stadtrat Filippo Leutenegger (links) soll die FDP weiter im Stadtrat von Zürich vertreten, zusammen mit Michael Baumer. Keystone

Der Entscheid für Michael Baumer fiel mit 62 gegen 51 Stimmen. Der IT-Unternehmer und Gemeinderat hatte zuvor versprochen, dass er sich als Stadtrat für die Freiheit und gegen Überregulierung einsetzen werde.

Nationalrätin Doris Fiala zeigte sich als gute Verliererin. Sie lobte Baumer für den fairen internen Wahlkampf und rief ihre Anhänger dazu auf, sich nun voll und ganz für Baumer einzusetzen: «Wir werden diesen Sieg holen.»

Zwei oder drei?

Vor dem Entscheid hatten sich verschiedene Delegierte für eine Dreierkandidatur der FDP stark gemacht. «Bei drei so guten Pferden im Stall ist es doch dumm, wenn man eines nicht an den Start lässt», wurde argumentiert.

Der Entscheid zugunsten einer Zweierkandidatur mit dem bisherigen Stadtrat Filippo Leutenegger und einem neuen Kandidaten fiel danach aber sehr klar mit 104 gegen 8 Stimmen.

Damit stehe einem bürgerlichen Fünferticket nichts mehr im Weg, freut sich Parteipräsident Severin Pflüger. Und er stellt klar, dass die bürgerliche Allianz auch das Stadtpräsidium angreifen wird. Welcher Kandidat oder welche Kandidatin aus der bürgerlichen Allianz von SVP, FDP und CVP fürs Präsidium antritt, wird aber erst später entschieden, wenn auch die CVP ihren Stadtratskandidaten nominiert hat.