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Legende: Audio Das Gespräch: Leandra Columberg und Valentin Landmann abspielen. Laufzeit 18:39 Minuten.
18:39 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 12.05.2019.
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Die Jüngste und der Älteste SVP-Landmann will Mass halten im Strassenbau

Sie: 19-jährig, links, SP. Er 68-jährig, rechts, SVP. Zum ersten Mal tagte am Montag das neu zusammengesetzte Zürcher Kantonsparlament. Eröffnet wurde die Sitzung durch eine Rede der 19-jährigen SP-Kantonsrätin Leandra Columberg, der aktuell jüngsten Zürcher Parlamentarierin. Auf Columberg folgte SVP-Kantonsrat Valentin Landmann, der älteste Parlamentarier. Als Regionaljournal-Wochengäste legten sie ihren zweiten gemeinsamen Auftritt hin und diskutierten über Trennendes und Gemeinsamkeiten.

SRF: Wie kam es dazu, dass Sie Kantonsratsmitglied wurden?

Valentin Landmann: Ich wurde von einem Journalisten gefragt, warum ich nicht für ein Amt kandidiere, wo ich mich doch häufig mit Politik auseinandersetze. Da sagte ich mir, «warum nicht». Als ich dann vom Präsidenten meiner Kreispartei in Zürich tatsächlich angefragt wurde, nahm ich an.

Leandra Columberg: Es ist wichtig, dass die ganze Bevölkerung im Kantonsrat vertreten ist. Die junge Generation muss auch noch am längsten mit den Konsequenzen der Politik legen. Deshalb braucht es auch Junge, die mitentscheiden.

Am Montag geht es im Kantonsrat darum, ob auch im Kanton Zürich der Klimanotstand ausgerufen wird. Sind Sie dafür?

Leandra Columberg: Unbedingt. Es ist auch ein Zeichen an die jungen Leute, die in den letzten Monaten immer demonstriert haben. Ein Zeichen, dass wir ihnen zugehört haben und nun handeln.

Valentin Landmann: Ich bin einverstanden, dass Klimaschutz ein Thema ist. Dazu braucht es aber keinen Klimanotstand. Man muss vielmehr handeln. Man soll zum Beispiel nicht beliebig den Ausbau von Strassenprojekten fördern.

Leandra Columberg: Ich würde mich freuen, wenn die SVP solche linken und grünen Anliegen unterstützt. Ich befürchte jedoch, dass das in der Mehrheit dann anders aussehen wird.

Was möchten Sie in vier Jahren erreicht haben, damit Sie sagen können, das war eine gute Legislatur, der Einsatz hat sich gelohnt?

Valentin Landmann: Ich hoffe, dass wir uns im Rat zuhören und beim Ausbau der Sicherheit zu Lasten der Freiheit ein vernünftiges Mass finden.

Leandra Columberg: Wichtig ist für mich, dass wir bei der Chancengleichheit weiterkommen. In der Bildung, beim Sozialen - bei verschiedenen Bereichen.

Das Interview führte Hans-Peter Künzi

Das sind Leandra Columberg und Valentin Landmann

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Leandra Columberg ist mit 19 Jahren die jüngste Zürcher Kantonsrätin aller Zeiten. Die Dübendorferin hat im letzten Sommer die Matur gemacht, zurzeit arbeitet sie als Campaignerin im SP-Sekretariat. Im Herbst möchte sie ihr Jurastudium beginnen.

Der 69-jährige Valentin Landmann ist aktuell das älteste Mitglied des Zürcher Kantonsrats. Landmann vertritt im Parlament die Stadtzürcher SVP. Er gilt als der bekannteste Strafverteidiger der Schweiz. Zu seinen Klienten gehörten auch Neonazis, Linksextreme, Whistleblower und Hell's Angels.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (jolanda)
    Als parteiloser Leser fällt mir immer wieder bei solchen Gesprächen mit (unter) den 2 "Polen" (SP und SVP) auf, wie stur die linke Ideologie mit einer Einschienendenkweise vertreten und dargelegt wird. Da sind Politiker aus der "rechten" Politecke doch meistens viel breitfächeriger und loyaler in den verschiedenen Themen und Anliegen! Dazu kommen noch menschliche Elemente (siehe linksextreme Forumbeiträge-Schreiber, wie verunglimpfend viele dieser Ideologen andere Meinungen behandeln!)
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