Auszeichnung von der ETH Die schlausten Mathi-Schüler wohnen in Schaffhausen

Ein Lehrer kontrolliert die Aufgaben von zwei Schülerinnen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: «Gut, 1 über x plus Delta» - Schülerinnen und Lehrer begreifen den Mathi-Stoff. Wir verstehen nur Bahnhof. SRF

Der Stoff der Unterrichtsstunde: Differenzialgleichungen. Die Aufgabe: Quadratische Funktionen mit Brüchen und binomischen Formeln vereinfachen.

Verstehen Sie nur Bahnhof? Die Schülerinnen und Schüler von Mathematiklehrer Giancarlo Copetti lösen die Aufgabe mit Bravour. «Die Aufgaben werden gut unterrichtet. So, dass es auch denen Spass macht, die an Mathematik eigentlich nicht so interessiert sind», sagt Schülerin Lara.

Etwas Geschichte im Mathi-Unterricht

Damit hat Giancarlo Copetti eines seiner Ziele erreicht. Er will den Schülerinnen und Schülern Freude vermitteln an Themen, die auf den ersten Blick staubtrocken sind. Sein Rezept: «Ich versuche, den kulturellen Hintergrund zu vermitteln. Die Schüler müssen wissen, weshalb sie etwas lernen.»

«  Auch wir kochen nur mit Wasser. Wichtig ist, dass es nicht lauwarm ist, sondern Feuer dahinter steckt. »

Pasquale Comi
Rektor der Kantonsschule Schaffhausen

Zudem drückt der Mathematiklehrer bei Weiterbildungen auch selber immer wieder die Schulbank. «Dann bin ich wieder Schüler und merke, dass Neues lernen auch heisst, Frust auszuhalten.»

Für ihre gute Leistung erhalten die Mathematiklehrerinnen und Mathematiklehrer der Kantonsschule Schaffhausen einen Preis der ETH. Weshalb gerade seine Lehrer derart gut unterrichten, weiss Rektor Pasquale Comi selbst nicht recht. Wichtig sei, dass die Lehrerinnen und Lehrer mit Leidenschaft dabei seien. Das scheint gut zu klappen.