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100 Jahre SVP «Die SVP muss aufpassen, dass sie nicht zu bequem wird»

Während die Vertreter der Walliser SVP die Köpfe hängen lassen, wird in Zürich gefeiert. Vor 100 Jahren wurde in der Limmatstadt die erste kantonale Bauernpartei aus der Taufe gehoben. Wenig später legte die Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei den Grundstein für die SVP.

Legende: Audio Christoph Blocher mahnt seine Partei abspielen. Laufzeit 18:35 Minuten.
18:35 min, aus Regi ZH SH vom 19.03.2017.

Die Partei feierte den runden Geburtstag mit einem grossen Fest im Zürcher Kongresshaus. Angereist war viel Politprominenz, darunter Nationalratspräsident Jürg Stahl, Bundesrat Ueli Maurer und natürlich der langjährige kantonale Parteipräsident und Partei-Vordenker Christoph Blocher.

Blocher erinnerte in seiner Rede an die Geburtsstunde der Partei und deren Weiterentwicklung zur heutigen SVP. Sicher habe die Partei im Laufe der Geschichte auch Fehler gemacht, sagte Blocher. Aber, und darauf komme es an: «Ohne das Wirken der SVP wäre die Schweiz in einer misslicheren Lage: wirtschaftlich, gesellschaftspolitisch, punkto Lebensqualität und allgemeiner Wohlfahrt.»

Wir müssen aufpassen, dass wir den Kontakt zur Basis nicht verlieren.
Autor: Christoph BlocherAlt-Bundesrat der SVP

Das Jubiläum falle nun in eine für die Partei gute Zeit: Noch nie, seit der Proporz auf Bundesebene existiere, also seit 1919, habe es eine Partei gegeben, die einen höheren Wähleranteil bei den Nationalratswahlen erzielte, als die SVP im Jahre 2015 mit 29,4 Prozent. «Doch da lauern auch Gefahren», warnte Blocher. Denn «nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen.»

Zur SVP kam Christoph Blocher eher durch Zufall: «Die Leute waren mir bei der SVP sympathischer als bei den anderen Parteien.» Christoph Blocher formte die einstige Mittepartei um zu einer rechtspopulistischen Partei mit einfachen Botschaften und unzimperlichem Stil. Mit Erfolg: Im Alleingang gewann die SVP 1992 die Abstimmung gegen den Europäischen Wirtschaftsraum EWR. Heute ist die SVP im Kanton Zürich und in der Schweiz die stärkste Partei.

Legende: Video Die SVP: Von der Bauern- zur Volkspartei abspielen. Laufzeit 02:11 Minuten.
Aus Tagesschau vom 19.03.2017.

Polizei verhindert Demos

Linksautonome Kreise haben im Vorfeld verkündet, die Feier der SVP stören zu wollen. Dazu kam es nicht – die Polizei kesselte die Demonstranten ein und verhaftete 100 von ihnen. Lesen Sie hier mehr dazu.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Der von allen Neidern und Hassenden ewig kritisierten Dr. Christoph Blocher hat in seiner politischen und beruflichen Karriere vieles erreicht! (das ist auch der Grund, warum ihn so viele hassen, wie der Teufel das Weihwasser!). Trotzdem hat er gestern (laut obigem Bericht), zu Vorsicht aufgerufen! Die SVP habe auch Fehler gemacht und dürfe trotz diesem grossen Erfolg nicht nachlässig oder überheblich werden! So spricht nur ein Politiker, der es ernst meint, was er macht und sagt!
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Das ist die Frage: mit welchen echten Aktionen zum essentiellen und existenziellen Wohl des CH Volkes, kann sich die SVP tatsächlich brüsten?? Die totale Unterstützung einer Bauernschaft - mit jährlichen Volks-Subventionen -, welche sich durch eine miss-wirtschaftende LW ausweist, welche "nicht" nachhaltig öko-logisch wirtschaftet und damit Natur, Tier und den Menschen, als letztem Glied in der Nahrungskette mittels Chemie "en masse", Mono-Kulturen, Monstertraktoren, Mast-Fabriken, etc schaden?
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Es ist die Haltung und auch das Verhalten vieler SVP-Herren, welche sich verändern sollte. 2017 und immer noch auffällig, dass bei beiden SVP-Parteien, die Führung ausschliesslich eine "Männerdomäne" ist und es auch sonst kaum Frauenbeteiligung gibt.....Das Schweizer Volk, aber in der Mehrheit aus Frauen besteht.... Wer, ist das VOLK, für welches sich die SVP angeblich einsetzt...??
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    1. Antwort von Edi Steinlin (stoni)
      An sich bin ich ihrer Meinung, ich denke Frauen sollten Frauen wählen. Im übrigen, welche Partei setzt sich bedingungslos für das Volk ein ? Ich wüsste keine, schon gar nicht die linken, überall wo die das sagen haben, gibt es Schulden ohne Ende und endlos unqualifizierte Einwanderer.
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