Die Tonhalle Zürich wird sprichwörtlich zur Baustelle

Auf die neue Leitung der Tonhalle Zürich kommen Veränderungen zu. Da das Konzerthaus bald renoviert wird, müssen alternative Spielorte gefunden werden. Auch sonst setzen die neuen Köpfe auf den Wandel.

Tonhalle mit Orchester. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mehr Frankreich, weniger Deutschland: Die Tonhalle setzt kommende Saison neue Akzente. Priska Ketterer

Die Zürcher Tonhalle muss dringend renoviert werden. Der Startschuss für die Bauarbeiten erfolgt im Sommer 2017. Dauern werden die Sanierungs- und Umbauarbeiten, die auch das benachbarte Kongresshaus betreffen, bis zu drei Jahre. In dieser Zeit hat das Tonhallen-Orchester keine Bühne.

Bereits heute macht sich die neue Leitung der Tonhalle deshalb Gedanken über alternative Spielorte. Ilona Schmiel, die neue Intendantin, sagt gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen»: «Wir sind es gewohnt, Musik an verschiedenen Orten aufzuführen. Ein solcher Ortswechsel ist auch immer eine Chance.» Mögliche Ausweichspielorte sieht sie in Hotels oder Gemeinschaftszentren.

Der junge Mann und das grosse Orchester

Chancen für Veränderung sieht die neue Leitung der Tonhalle auch, was das künstlerische Schaffen anbelangt. So wird in der Saison 2014/15 erstmals ein «Creative Chair» vergeben. Diesen besetzt der finnische Musiker Esa Pekka Salonen. Seinem Schaffen wird im kommenden Programm ein prominenter Platz eingeräumt.

Lionel Bringuier, neuer Chefdirigent des Tonhalle-Orchesters. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Lionel Bringuier, neuer Chefdirigent des Tonhalle-Orchesters. Priska Ketterer

Ansonsten setzt der neue, erst 27-jährige Chefdirigent des Tonhalle-Orchesters, der Franzose Lionel Bringuier, auf Musik aus seinem Heimatland.

Die Musik soll gemäss Bringuier «durchsichtig und farbig» klingen. Der Tonhalle will der Nachfolger von David Zinman viele Jahre verbunden bleiben. «Solange wir gerne Musik zusammen machen, soll es lange so weiter gehen», sagte er.