Die Zürcher BZO: Streit, Rekurse und Gerichtsentscheide

Am Mittwochnachmittag stellt der Zürcher Stadtrat die neue Bau- und Zonenordnung BZO vor. Diese regelt, wie und wo in der Stadt Zürich gebaut werden soll. Um diese Fragen tobte in den 90er-Jahren ein erbitterter Streit zwischen Stadt und Kanton.

Portrait Ursula Koch. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sie kämpfte bis vor Bundesgericht für ihre BZO - und verlor: Ursula Koch (SP), Zürcher Hochbauvorsteherin 1986 bis 1998. Keystone

Zürichs Hochbauvorsteherin Ursula Koch (SP) hatte in den 80er Jahren eine Revision der Bau- und Zonenordnung von 1963 erarbeitet. Diese wurde 1992 vom Stadtzürcher Stimmvolk knapp angenommen - trat aber nie in Kraft.

Der Grund waren mehr als 400 Einsprachen. Bei der Ausnützung der Fläche wurde um Prozentpunkte gestritten, bei der Bauhöhe um jeden Meter. Schliesslich verfügte der kantonale Baudirektor Hans Hofmann (SVP) 1995 eine eigene BZO. Ursula Koch bekämpfte diese bis vor Bundesgericht - und verlor.

Streit erst 2001 vorbei

1998 musste Koch gegen ihren Willen eine wirtschaftsfreundlichere BZO vorlegen. Sie sei unzufrieden damit, sagte Koch damals vor den Medien. Die neue BZO bedeute grössere Dichte und weniger Wohnqualität.

Unter Kochs Nachfolger Elmar Ledergerber (SP) verabschiedete das Zürcher Stadtparlament die neue BZO. 2001 gab schliesslich auch der Kanton seinen Segen - der Streit war beigelegt.