Die Zürcher Dampfschiffe sind wieder fit

Seit Karfreitag fahren sie wieder, die Schiffe auf dem Zürichsee und dem Rhein. Beide Gesellschaften hatten letztes Jahr mit Widrigkeiten zu kämpfen. Kaputte Dampfschiffe hier, niedriger Wasserstand da. Nun haben ZSG und URh Massnahmen getroffen für eine bessere Saison.

Ein Dampfschiff auf dem Zürichsee Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Eine neue Radwelle, ein neues Schaufelrad und die «DS Stadt Rapperswil» ist wieder fit. zvg

«Wir sind zufrieden mit dem Saisonstart.» So lautet die Bilanz beider Schifffahrtsgesellschaften nach den ersten vier Tagen. Trotz des frühen Saisonstarts und des kühlen Wetters seien etwa gleich viele Passagiere gekommen wie sonst, hiess es bei der ZSG und der URh auf Anfrage.

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Die ZSG sucht ihre Aktionäre: Wegen einer Gesetzesänderung müssen sich neu alle privaten Aktionäre registrieren lassen. Nur: Die ZSG kennt sie nicht alle. Und bittet nun ihre Aktionäre, sich bei ihr zu melden.

Die Zürcher Schifffahrtsgesellschaft hatte in der letzten Saison Pech mit ihren Aushängeschildern, den Dampfschiffen «Stadt Zürich» und «Stadt Rapperswil». Die «Stadt Zürich» gab den Mechanikern Rätsel auf mit seltsamen Klopfgeräuschen im Motor. Die «Stadt Rapperswil» lief bei einem Unfall auf Grund und war ab Juli nicht mehr einsetzbar. «Die ‹Stadt Zürich› ist wieder fit und war am Karfreitag bereits wieder im Einsatz», sagt ZSG-Sprecherin Conny Hürlimann. Die «Stadt Rapperswil» sollte im April wieder einsatzfähig sein.

Der Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein machte der heisse Sommer zu schaffen. An 52 Tagen konnte nicht die gesamte Strecke befahren werden. Geschäftsführer Remo Rey kündigte deshalb an, sich nach einem Schiff umzusehen, das weniger Tiefgang hat. «Wir möchten mit einer befreundeten Schifffahrtsgesellschaft tauschen», sagt er. «Der Tausch sollte klappen, nun müssen wir noch auf die Bewilligung des Bundesamtes für Verkehr warten.»