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Zürich Schaffhausen Die Zürcher Regierung wird bürgerlicher – und weiblicher

Bei den Zürcher Regierungsratswahlen wird mit Martin Graf (Grüne) ein amtierender Regierungsrat abgewählt. Nebst den vier Bisherigen ist das Frauentrio mit Jacqueline Fehr (SP), Silvia Steiner (CVP) und Carmen Walker Späh (FDP) gewählt.

Die CVP geht als lachende Dritte aus dem Rennen um den Regierungsratssitz hervor: Ihre Kandidatin, Silvia Steiner, erobert den Sitz zurück, den ihr Vorgänger Hans Hollenstein vor vier Jahren an die Grünen verloren hat.

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Kommentar von Katrin Hug, Leiterin Regionalredaktion Zürich Schaffhausen (12.4.2015)
02:13 min
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Derweil muss Martin Graf (Grüne) eine bittere Niederlage einstecken. Den ganzen Tag lieferte er sich mit Carmen Walker Späh (FDP) einen Wettlauf um den siebten Platz. Kurz vor Schluss hatte sie die Nase vorn. Graf konnte ihren Vorsprung nicht mehr wett machen.

Mit dieser Wahl ist die Rechnung der Bürgerlichen voll aufgegangen. Ihr Fünferticket hat bei der Wählerschaft verfangen, die Basismitglieder der bürgerlichen Parteien sind den Empfehlungen der Führung gefolgt.

Ein respektables Ergebnis kann auch Markus Bischoff (AL) vorweisen. Er verpasste die Wahl zwar klar, holte aber deutlich mehr Stimmen als von seiner Wählerbasis her zu vermuten war.

Weit abgeschlagen auf den Plätzen zehn und elf liegen die Kandidaten von EVP, Nik Gugger, und der BDP, Marcel Lenggenhager. Die beiden konnten aber immerhin ihre Aufgabe als Wahllokomotive erfüllen und trugen dazu bei, dass sich ihren Parteien den Verbleib im Kantonsrat sichern konnten.

Die Resultate in der Übersicht

Gewählt

  • Audio
    Interview mit Thomas Heiniger (15.4.2015)
    01:37 min
    abspielen. Laufzeit 01:37 Minuten.

    Thomas Heiniger (FDP) - bisher

    Mit 150'557 Stimmen ist Thomas Heiniger Klassenprimus. Er freut sich über das gute Abschneiden, auch von seiner Partei. Die Arbeit aus der Vergangenheit sei honoriert worden. (Interview: Daniel Fritzsche)

  • Audio
    Interview mit Mario Fehr (12.4.2015)
    03:49 min
    abspielen. Laufzeit 03:49 Minuten.

    Mario Fehr (SP) - bisher

    Mit 146'307 Stimmen landet Mario Fehr auf dem zweiten Platz. Vor vier Jahren hatte er gleich auf Anhieb den ersten Platz geschafft. Angesichts der Umstände - der Kanton Zürich ist bürgerlicher geworden - ist er mit seinem Resultat sehr zufrieden. Er bedauert die Abwahl von Martin Graf und beklagt das härter gewordene Klima in der Politik. (Interview: Nicole Freudiger)

  • Audio
    Interview Ernst Stocker (12.4.2015)
    01:56 min
    abspielen. Laufzeit 01:56 Minuten.

    Ernst Stocker (SVP) - bisher

    Der Volkswirtschaftsdirektor hat mit 145'205 Stimmen das drittbeste Resultat erzielt. Ernst Stocker freut sich über die deutliche Bestätigung. Auf die Frage, ob er als Teil der bürgerlichen Mehrheit das Amt des Finanzdirektors übernehmen werde, schloss Stocker einen Wechsel nicht aus. (Interview: Daniel Fritzsche)

  • Audio
    Interview mit Markus Kägi (15.4.2015)
    03:36 min
    abspielen. Laufzeit 03:36 Minuten.

    Markus Kägi (SVP) - bisher

    136'563 Stimmen - damit erreichte Markus Kägi den vierten Platz. Damit sei er zufrieden, sagt er. Die tiefe Wahlbeteiligung von 31 Prozent ist für ihn ein Symptom dafür, dass es den Menschen im Kanton Zürich gut geht, vielleicht zu gut. (Interview: Nicole Freudiger)

  • Audio
    Interview mit Silvia Steiner (12.4.2015)
    01:23 min
    abspielen. Laufzeit 01:23 Minuten.

    Silvia Steiner (CVP) - neu

    Mit 118'477 Stimmen schaffte es die Staatsanwältin auf Anhieb in die Zürcher Regierung und erst noch auf den fünften Platz. Sie sorgte mit diesem guten Resultat für die grosse Überraschung bei den Neuen. Silvia Steiner sagte, sie sei voller Demut und werde mit Freude jedes Departement übernehmen, welches ihr zugeteilt werde. (Interview: Daniel Fritzsche)

  • Audio
    Interview mit Carmen Walker Späh (FDP) 15.4.2015
    02:04 min
    abspielen. Laufzeit 02:04 Minuten.

    Carmen Walker Späh (FDP) - neu

    Mit 116'058 Stimmen landete Carmen Walker Späh auf dem 5. Platz. Nachdem sie den ganzen Tag gezittert hat, ist ihre Erleichterung und Freude riesig. (Interview: Dominik Steiner)

  • Audio
    Interview mit Jacqueline Fehr (12.4.2015)
    02:11 min
    abspielen. Laufzeit 02:11 Minuten.

    Jacqueline Fehr (SP) - neu

    Die Nationalrätin schaffte es mit 115'618 Stimmen gerade noch auf den siebten und letzten Platz in der Zürcher Regierung und freute sich riesig darüber. Sie wolle in ihrer neuen Rolle als Regierungsrätin dazu beitragen, dass der Kanton Zürich seine Pionierrolle in der Schweiz wahrnehme. (Interview: Nicole Freudiger)

Nicht gewählt

  • Audio
    Interview mit Martin Graf (15.4.2015)
    01:24 min
    abspielen. Laufzeit 01:24 Minuten.

    Martin Graf (Grüne) - bisher

    109'625 Stimmen erhielt Martin Graf - fast 6000 fehlten ihm jedoch am Schluss. Er landete auf dem achten Platz und wurde als Überzähliger abgewählt. Aus seiner Enttäuschung über seine Abwahl macht er im Interview keinen Hehl. (Interview: Peter Fritsche)

  • Audio
    Interview Markus Bischoff (12.4.2015)
    01:18 min
    abspielen. Laufzeit 01:18 Minuten.

    Markus Bischoff (AL) - neu

    Der Rechtsanwalt erzielte mit 67'103 Stimmen einen Achtungserfolg. Markus Bischoff selbst sprach von einem bemerkenswerten Resultat und erklärte dies mit der hohen Glaubwürdigkeit seiner Partei, welche eine Politik ohne «bla bla» betreibe. (Interview: Daniel Fritzsche)

  • Audio
    Interview Nik Gugger (12.4.2015)
    01:37 min
    abspielen. Laufzeit 01:37 Minuten.

    Nik Gugger (EVP) - neu

    Nik Gugger verpasste mit 42'623 Stimmen die Wahl klar und landete auf dem zehnten Platz. Für die EVP sei dies aber ein berauschendes Resultat. Auch habe seine Partei dank seiner Regierungsrats-Kandidatur im Parlament einen Sitz dazugewinnen können. (Interview: Peter Fritsche)

  • Audio
    Interview mit Marcel Lenggenhager (15.4.2015)
    01:00 min
    abspielen. Laufzeit 01:00 Minuten.

    Marcel Lenggenhager (BDP) - neu

    42'443 Stimmen hat Marcel Lenggenhager erhalten - damit ist er das Schlusslicht der Regierungsrats- Kandidaten. Er sei überhaupt nicht enttäuscht, sagt er im Interview. Er habe vor allem als Wahllokomotive für seine BDP gewirkt. (Interview: Daniel Fritzsche)

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17 Kommentare

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  • Kommentar von G.Steiner , Luzern
    B.K.ob die Fr.Leuthard sensibilisiert werden kann,andere Meinungen zu akzrptieren ist die grosse Frage.Sie wird weiter den Kleinen das Geld aus dem Sack ziehen und ihre Fantasie-Oekologie verteidigen.
  • Kommentar von B. Kerzenmacher , Frauenfeld
    "Eine herbe Niederlage haben die ökologischen Kräfte erlitten" Das kann man auch so sehen: Der kluge Wähler hat die Grünen/Grünliberalen wohltätig entsorgt. Wohltätig für das Gemeinwesen!
  • Kommentar von D. Schmidel , St. Gallen
    Die Green-Party Partei hat abgedankt und die grüne Energie bekommt schwarz/rote Flecken wie im realen Leben. Nun bleibt nur noch der unantastbare Tesla von Leuthard.