Die Zürcher Spar-Festspiele

Kein zusätzliches Geld von der Stadt, weniger Geld von Sponsoren. Die Organisatoren der Zürcher Festspiele müssen sparen. Die Konsequenz: Weniger Aufführen auf grossen, dafür mehr auf kleinen Bühnen.

Aus Spargründen: Kleinere Theater wie die Gessnerallee kommen bei den Zürcher Festspielen 2014 vermehrt zum Zug. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Aus Spargründen: Kleinere Theater wie die Gessnerallee kommen bei den Zürcher Festspielen 2014 vermehrt zum Zug. Wikipedia/Roldand zh

Das Zürcher Stadtparlament verweigerte dem Festival im letzten Dezember zusätzliche Subventionen und private Sponsoren wie die Zürcher Kantonalbank sind abgesprungen.

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Programm im Zeichen Prometheus

«Prometheus - Entfesselung der Kräfte» lautet das Motto der Festspiele. Einer der Höhpunkte ist Luigi Nonos «Prometeo». Vier Orchestergruppen spielen dafür in der Tonhalle. Das Opernhaus zeigt Giuseppe Verdis «Rigoletto» und überträgt ihn auf den Sechseläutenplatz. Das Theater Rigblick führt eine neue Komödie von Urs Widmer auf.

Das hat nun Konsequenzen, wie Stiftungsrats-präsident Peter Weibel ankündigte: Auf den grossen Bühnen im Schauspiel- oder Opernhaus finden weniger Produktionen statt. Dafür gibt es in kleineren Kulturhäusern wie dem Theaterhaus Gessnerallee oder dem Miller's Studio mehr Aufführungen.

Diese erzwungene Änderung wollen die Festivalmacher positiv nutzen. Die Festspiele möchten sich von ihrem elitären Image lösen. Auf das entgangene Geld verzichten wollen sie jedoch nicht. In zwei Jahren werde man bei der Stadt Zürich nochmals um eine Subventionserhöhung nachsuchen.

Die Festspiele 2014 finden vom 13. Juni bis zum 13. Juli statt.