Diese Taschenlampe ist eigentlich ein Elektroschocker

Letztes Jahr haben die Zöllner am Flughafen Zürich deutlich mehr Waffen beschlagnahmt. Dabei zeigt sich ein neuer Trend: Waffen, die aussehen wie Gebrauchsgegenstände. Ausserdem werden immer mehr Schweizer Markenartikel gefälscht.

Pistole, Magazin und eine Taschenlampe liegen auf einem Tisch. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gefährliche Taschenlampe: Darin steckt ein Elektroschockgerät. ZVG Grenzwachtkorps

Insgesamt hat der Zoll am Flughafen Zürich 2014 mehr als 7800 Frachtverkehrssendungen kontrolliert. Fast die Hälfte davon wurde beanstandet - weil sich Drogen darin befanden, Medikamente, gefälschte Markenartikel oder Gemüse mit viel zu hohem Pestizidgehalt.

Eine Besonderheit waren unter anderem Waffen, die als Gebrauchsgegenstände getarnt waren. So beschlagnahmten Zöllner etwa Taschenlampen oder Handys, die gleichzeitig Elektroschockgeräte waren. Ausserdem wurden einmal 1350 hochgiftige Schmuckstücke beschlagnahmt.

Gefälschte Schweizer Marken

In mehr als 1400 Fällen fanden die Flughafen-Zöllner gefälschte Markenartikel - zum Beispiel Uhren, Sonnenbrillen, Portemonnaies. Das sind 39 Prozent mehr als im Vorjahr. «Die Artikel werden in Asien hergestellt und dann von Griechenland aus verschickt», erklärt Heinz Widmer von der Zollstelle Zürich Flughafen. Immer häufiger würden Schweizer Marken gefälscht.