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Zürich Schaffhausen Dringend gesucht: Bäcker-, Coiffeuse-, oder Gärtnerlehrlinge

Im Kanton Zürich sind wenige Wochen vor Lehrbeginn noch über 1'500 Lehrstellen unbesetzt. Vor allem Berufe, die wenig Verdienst und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten, sind bei den Jugendlichen unbeliebt.

Jugendliche backen an einer Berufsmesse Zopf
Legende: Mitten in der Nacht aufstehen um in der Backstube zu stehen: Für viele Jugendliche kommt das nicht in Frage. Keystone

Unter fast 10'000 Lehrstellen können Jugendliche im Kanton Zürich auswählen. Längst nicht alle können bis zum Lehrbeginn am 22. August besetzt werden. Vor allem Handwerksberufe sind bei den Jugendlichen zunehmend unbeliebt.

Mehr Lehrstellen - weniger Lehrlinge

«Gewerbe und Handwerk haben es schwer», bestätigt Martina Handschin vom Berufsinformationszentrum (BIZ) in Oerlikon: «In solchen Berufen muss man richtig arbeiten und kriegt dreckige Hände.» Für viele Jugendliche offenbar ein Graus.

Dazu kommt, dass heute das Lehrstellenangebot grösser ist, die Jugendlichen auf Lehrstellensuche mehr Wahlmöglichkeiten haben, sagt der Präsident des kantonalen Gewerbeverbandes, Thomas Hess.

Neue Chance auch für Schwächere

Martina Handschin sieht die neue Wahlfreiheit der jungen Lehrstellensuchenden positiv. «Für die Jugendlichen ist es eine Chance, auch schwächere Schüler kommen zu einer Lehrstelle.»

In vielen Berufen haben sich die Lehrbetriebe angepasst. Sie bieten neben einer vierjährigen, zum Beispiel auch eine dreijährige Lehre an, die weniger anspruchsvoll ist. In der Elektrobranche ist dies seit einigen Jahren der Fall. «Davon können wir nun profitieren», bestätigt Andres Egli, Präsident des Verbands der Elektroinstallationsfirmen im Kanton Zürich.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von W. Pip, Züri
    "In solchen Berufen muss man richtig arbeiten" - Das ist eben der Punkt. Die Leute mit sehr kurzen Ärmchen werden immer mehr. Die haben dafür hippe Smartphones mit noch hipperen Apps und ebenso hippe Ideen dazu. Leider meist vom Leben keine Ahnung, aber eben hipp... Nur das zählt in der heutigen digital-schwachsinnigen Zeit.
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