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Ein Polizist entfernt nach einer Bombendrohung an der Zürcher Bahnhofstrasse das Absperrband.
Legende: Gewalt verhindern: Die schnelle Ersteinschätzung durch Forensiker hat sich für die Polizei bewährt. Keystone
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Zürich Schaffhausen Drohungen im Keim ersticken: Zürcher Fachstelle bewährt sich

Handeln, bevor etwas passiert: Das ist das Ziel der Fachstelle für Bedrohungsanalyse. Die Forensiker der psychiatrischen Universitätsklinik Zürich arbeiten dafür eng mit der Kantonspolizei zusammen. Die Zusammenarbeit ist so gut, dass über einen definitiven Betrieb nachgedacht wird.

Enorm kurze Wege und eine niederschwellige Beratung sind der Schlüssel zum Erfolg. Die Fachstelle Forensic Assessment ist als Pilot seit Februar 2014 in Betrieb und sei schnell akzeptiert gewesen, sagt deren Leiterin, Angela Guldimann: «Wir waren bereits in 155 Fällen beratend tätig und haben in über 100 Fällen eine schriftliche Risikoeinschätzung verfasst.»

Die enge Zusammenarbeit mit den Kantonspolizistinnen und -Polizisten sei auch für ihr Team eine neue Erfahrung gewesen. «Auch für uns Psychologen war es interessant zu sehen, wie die Polizei mit Fällen von häuslicher Gewalt oder Stalking umgeht», sagt Guldimann.

«Nicht mehr weg zu denken»

Dass der Rat der neuen Fachstelle auch von Seiten Polizei geschätzt wird, bestätigt Reinhard Brunner, Leiter Prävention der Kantonspolizei Zürich. Die Gefahreneinschätzung des Teams der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich sei sehr wertvoll, sagt Brunner. Die neue Fachstelle leiste aber noch viel mehr: «Sie gibt auch Empfehlungen ab, welche Massnahmen dazu beitragen, eine Situation zu beruhigen.» Reinhard Brunner glaubt, dass dadurch bereits einige Gewalttaten verhindert werden konnten.

Die Zürcher Kantonspolizei spricht von einem Erfolgsmodell, das nicht mehr weg zu denken sei. Man überlege sich bereits, wie der Pilotbetrieb in einen definitiven Betrieb umgewandelt werden könnte.

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