Düstere Aussichten bei den Arbeitslosenzahlen

In den Kantonen Zürich und Schaffhausen hat sich der Arbeitsmarkt im Juli im Vergleich zu den beiden Vormonaten kaum verändert. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 3,4 Prozent. Das sind 0,3 Prozentpunkte mehr als im schweizerischen Mittel.

Ein Frau hält einen Brief eines RAV in der Hand. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Trübe Aussichten: In naher Zukunft dürften mehr Leute aus der Region mit Dokumenten des RAV in Berührung kommen. Keystone (Archiv)

Ende Juli waren bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) insgesamt 26'837 Personen als arbeitslos gemeldet. Das sind 98 Personen mehr als im Vormonat. Es habe wenig Bewegung gegeben auf dem Arbeitsmarkt, schreibt das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) in einer Mitteilung vom Freitag. Der saisonale Rückgang im Baugewerbe sei zu erwarten gewesen.

Mehr Jugendliche arbeitslos

Die Arbeitslosigkeit bei den 15- bis 19-Jährigen stieg entsprechend dem Ausbildungszyklus weiter an. Ende Juli waren in dieser Alterskategorie 304 Personen mehr arbeitslos als im Vormonat.

Das im Vergleich zu den Vorjahren eher hohe Niveau könne durch eine frühere Registrierung bei den RAV entstanden sein, heisst es in der Mitteilung. Über die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit könnten aber erst im September klare Aussagen gemacht werden, da im August in der Regel die höchste Anzahl an arbeitslosen Personen zwischen 15 und 19 Jahren erreicht werde.

Eher trübe Aussichten

Laut AWA können aus der weitgehend stabilen Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Juli keine langfristigen Tendenzen abgeleitet werden. Weiterhin müsse jedoch damit gerechnet werden, dass die Arbeitslosigkeit auf das Jahresende hin weiter ansteigen werde.

Das lasse sich an der Zahl der temporär Angestellten ablesen, sagt Thomas Bauer von der Fachstelle Volkswirtschaft des AWA im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen»: «Temporäre Arbeitskräfte verlieren häufig als erste die Stelle, wenn die Konjunktur nachlässt. Da sehen wir deutliche Anzeichen, dass dies momentan der Fall ist.» Das künde «konjunkturell leicht düsterere Zeiten» an, so Bauer.