Düstere Wolken über dem Paradeplatz

Die grossen Schweizer Banken haben ihre Jahresbilanzen vorgelegt. Zeit für eine Bilanz, wie es um den Finanzplatz Zürich steht.

Filiale der Credit Suisse am Paradeplatz. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Sonne über dem Zürcher Finanzplatz hat schon heller gestrahlt. Keystone

Gewinnrückgang bei der Credit Suisse (CS) und der ZKB. Steigerung bei der UBS und der Privatbank Vontobel. Julius Bär verdoppelt den Gewinn, streicht jedoch zweihundert Stellen. Die Jahresabschlüsse der grossen Banken auf dem Zürcher Finanzplatz fallen unterschiedlich aus.

Vermögensverwaltung am stärksten betroffen

Sorgen bereitet den Banken die Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank. Due CS beispielsweise will mit einer Reihe von Massnahmen dafür sorgen, Kosten und Erträge in den verschiedenen Währungen besser ins Lot zu bringen. So hat die Bank derzeit beispielsweise 28 Prozent der Kosten in der Schweiz, erzielt hierzulande aber nur 21 Prozent der Erträge.

Im Vermögensverwaltungsgeschäft, das stark aus der Schweiz heraus betrieben wird, sei die Diskrepanz noch grösser: «Im Private Banking fallen die Einnahmen vor allem in Dollar und Euro an, die Ausgaben aber überwiegend in Franken», so der CEO der Credit Suisse, Brady Dougan.

Auslagerung ins Ausland «kein Tabu»

Deshalb will die Credit Suisse bis 2017 weitere 200 Millionen Franken einsparen. Für die Belegschaft hier in der Schweiz verheisst das nichts Gutes: Zwar will Dougan nicht sagen, dass hier effektiv Stellen gestrichen und Leute entlassen werden.

Credit Suisse will Kosten einsparen

3:07 min, aus Tagesschau am Mittag vom 12.2.2015

Trotzdem wird klar: Neben «generellen Effizienzsteigerungen» ist auch die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland für Dougan kein Tabu. Betroffen sein könnten etwa Jobs im sogenannten Backoffice, also in der Administration.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel